Kanada führt "Bailey's Law" gegen tödliche Partnerschaftsgewalt ein
Charlotte RichterKanada führt "Bailey's Law" gegen tödliche Partnerschaftsgewalt ein
Kanada hat ein neues Gesetz zur Bekämpfung von Gewalt in Partnerschaften eingeführt. Der als Bailey’s Law bekannte Erlass ehrt Bailey McCourt, eine 32-jährige Frau aus British Columbia, die im vergangenen Jahr getötet wurde. Das Gesetz erhielt am 17. Juni 2026 die königliche Zustimmung im Parlament.
Die Vorlage ändert das Strafgesetzbuch und schafft damit einen eigenständigen Straftatbestand für solche Gewalttaten. Sie ermöglicht es Staatsanwälten, auch dann Mord ersten Grades anzuklagen, wenn die Tat einem Muster zwanghaften oder kontrollierenden Verhaltens gegen den Intimpartner folgt – selbst wenn keine Vorsatz nachweisbar ist.
Baileys Tod deckte gravierende Lücken im Justizsystem auf. Ihr mutmaßlicher Mörder, ein ehemaliger Partner, war nur Stunden vor dem Tageslichtangriff auf einem Parkplatz in Kelowna gegen Kaution freigelassen worden.
Bailey’s Law ist nun fester Bestandteil des kanadischen Rechtssystems. Es stellt der Justiz schärfere rechtliche Instrumente zur Verfügung, um Gewalt in Partnerschaften zu bekämpfen. Ziel des Gesetzes ist es, künftig ähnliche Tragödien zu verhindern.






