12 June 2026, 22:02

Kai Wegners Macht in Berlin wackelt: Wird er nach 100 Tagen stürzen?

Die Countdown läuft

Kai Wegners Macht in Berlin wackelt: Wird er nach 100 Tagen stürzen?

Kai Wegners Zukunft als regierender Bürgermeister Berlins steht auf der Kippe. Seine aktuelle Amtszeit könnte bereits in 100 Tagen enden – am 20. September 2023. Kritiker haben seine Führung in jüngsten Skandalen und Krisen scharf unter die Lupe genommen, doch seine Partei hält bislang zu ihm.

Anfang 2023 bestätigte die CDU Wegner auf einem Parteitag am 14. Februar erneut als Spitzenkandidat für die Landeswahl – trotz Vorwürfen der Opposition, er sei politisch isoliert. Konkurrenten wie Raed Saleh hatten ihn zuvor als „den einsamen Kai“ abgetan.

Wegner widerlegte die Erwartungen, als er die Wahl 2023 mit 28,2 Prozent der Stimmen für sich entschied. Die SPD folgte mit 18,4 Prozent, die Grünen erreichten 18,3 Prozent. Seitdem verweist er auf dieses Ergebnis als Beweis dafür, dass Umfragen sich dramatisch ändern können.

Seine Amtszeit war jedoch von Rückschlägen geprägt: Kritik an seinem Krisenmanagement während eines stadtweiten Stromausfalls, bei winterlichen Glättegefahren und in einem Subventionsskandal. Die überstürzte Ernennung einer Staatssekretärin für Digitalisierung verschärfte die Vorwürfe zusätzlich. Selbst bei einer Niederlage in der anstehenden Wahl bliebe Wegner bis zur Wahl eines Nachfolgers im Amt – voraussichtlich bis Dezember. Eine Niederlage würde zudem wahrscheinlich auch sein Amt als Berliner CDU-Landesvorsitzender beenden.

Die CDU hat derzeit keinen alternativen Kandidaten bereit, der Wegner ersetzen könnte. Sein politisches Überleben hängt nun vom Ausgang der nächsten Wahl ab. Unabhängig vom Ergebnis könnte sich der Führungswechsel in Berlin bis in die letzten Monate des Jahres hinziehen.

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