Jörg Wagner verlässt den RBB – ein Abschied mit Symbolkraft und neuen Podcast-Plänen

Admin User
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Eine Konferenzszene mit Sitzenden, die einer Bühne zugewandt sind, auf der eine Diskussion zwischen Medienvertretern und Eigentümern stattfindet, mit einem großen Banner und einer Wand im Hintergrund.

Jörg Wagner verlässt den RBB – ein Abschied mit Symbolkraft und neuen Podcast-Plänen

Langjähriger Radio-Moderator Jörg Wagner verlässt den RBB – nach zwangsweisem Ruhestand mit 66

Sein letztes Medienmagazin endete mit einem symbolträchtigen Abschied: ein alter Werbespot aus seinen Anfängen bei DT64, der eine "vorzeitige Beerdigung" zeigte. Währenddessen baut der Sender sein Programm um, spürt Kosten ein und führt neue Gesichter ein.

Wagners Aus markiert das Ende einer Ära für das Medienmagazin bei radioeins. Die Sendung, die er jahrelang moderierte, wird künftig seltener ausgestrahlt und wechselt in ein vorproduziertes Format. Die Änderung kommt der neuen Moderatorin Teresa Sickert entgegen, deren Termine mit dem bisherigen Live-Konzept weniger "familienfreundlich" gewesen wären.

Die RBB-Führung blieb bei Wagners Abschiedssendung auffällig abwesend – nur Kommunikationschef Justus Demmer war anwesend. Im Rahmen von Sparmaßnahmen trennt sich der Sender auch vom 73-jährigen Veteranen Uli Zelle. Doch Wagner bleibt nicht untätig: Sein neuer Podcast Medienhölle (mit Co-Moderator Philipp Nitzsche) startet genau dann, wenn das Medienmagazin erstmals als Aufzeichnung läuft. Allerdings unterliegt der Podcast nun der redaktionellen Kontrolle durch Ulrike Demmer. Eine weitere Neuerung: Ab Februar 2026 übernimmt Kevin Kühnert die Talk-Formate von radioeins.

Wagners Abgang steht für den Kurs des RBB: jüngere Stimmen, straffere Budgets. Sein Podcast Medienhölle bleibt zwar eine unabhängige Plattform – doch mit strengeren redaktionellen Vorgaben. Die Umstrukturierung des Senders geht weiter; weitere Änderungen stehen in den kommenden Jahren an.