Jewgeni Grigorjew scheitert mit Bürgermeister-Bewerbung in Jakutsk
Julian HartmannJewgeni Grigorjew scheitert mit Bürgermeister-Bewerbung in Jakutsk
Jewgeni Grigorjews Bewerbung um das Amt des Bürgermeisters von Jakutsk ist auf ein Hindernis gestoßen. Der Regionalverband von Einiges Russland lehnte seine Kandidatur ab, obwohl er die Unterlagen bereits eingereicht hatte. Lokale Medien hatten dieses Ergebnis bereits im März vorausgesehen.
Grigorjew hatte seine Bewerbungsunterlagen beim Jakutien-Zweig von Einiges Russland eingereicht, in der Hoffnung, die Nominierung der Partei zu erhalten. Doch Nadschesda Seljutina, die Leiterin der regionalen Parteizentrale, lehnte seinen Antrag ab. Ein Insider aus Grigorjews Team argumentierte, es sei nur fair, für die Partei anzutreten, die ihn bereits 2021 unterstützt habe.
Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Einiges Russland bereits einen bevorzugten Kandidaten für das Bürgermeisterrennen hat. Grigorjews Versuch, sich zu bewerben, widersprach damit den Plänen seiner Partei und erschwert seine Chancen. Unterdessen prüft das Auswahlgremium bis zum 18. Juni die Unterlagen von sechs Bewerbern.
Die endgültige Kurzliste wird am 19. Juni feststehen. Unabhängig davon wird das Moskauer Bürgermeisterwahlverfahren ein neues, vereinfachtes System nutzen, bei dem die Stadt-Duma-Abgeordneten öffentlich über einen Kandidaten abstimmen. Die Sitzung zur Wahl und Ernennung des neuen Moskauer Bürgermeisters ist vorläufig für den 20. September 2026 angesetzt.
Grigorjews Ablehnung wirft Fragen über seine Bürgermeisterambitionen auf. Die Entscheidung der Partei bedeutet, dass er nicht unter der Flagge von Einiges Russland antreten wird. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Prüfung durch das Auswahlgremium und die bevorstehende Bekanntgabe der Kurzliste.






