Italienischer Bahnanbieter Italo startet 2028 mit Hochgeschwindigkeitszügen in Deutschland
Finn WolfItalienischer Bahnanbieter Italo startet 2028 mit Hochgeschwindigkeitszügen in Deutschland
Italienischer Bahnbetreiber Italo startet 2028 Hochgeschwindigkeitszüge in Deutschland
Der italienische Bahnanbieter Italo wird voraussichtlich ab April 2028 Hochgeschwindigkeitsverbindungen in Deutschland aufnehmen. Das Unternehmen investiert 3,6 Milliarden Euro in das Projekt und will mit einer Flotte blauer Siemens-Velaro-Züge die Vorherrschaft der Deutschen Bahn herausfordern. Eine neu gegründete Tochtergesellschaft, die Atrium SE, wird die Geschäfte im Land steuern.
Italos Expansion nach Deutschland beginnt mit einem großen finanziellen Engagement. Die Investition von 3,6 Milliarden Euro umfasst 30 neue Siemens-Velaro-Triebzüge sowie einen 30-jährigen Wartungsvertrag mit dem Hersteller. Bevor der Betrieb aufgenommen werden kann, benötigt das Unternehmen bis Ende Mai die Zusage der deutschen Behörden für langfristige Netzkapazitäten.
Der neue Service soll 56 tägliche Verbindungen anbieten, darunter stündliche Routen zwischen München, Köln und Dortmund. Italo verspricht, dass sein Markteintritt den Wettbewerb beleben, die Servicequalität verbessern und die Ticketpreise um bis zu 40 Prozent im Vergleich zu den aktuellen Tarifen senken werde. Um das Wachstum zu stemmen, beginnt im Juni die Einstellung von 2.500 Mitarbeitenden für operative und Serviceaufgaben, während mehr als 5.000 Industriearbeiter in die Zugproduktion eingebunden werden.
Die deutschen Aktivitäten von Italo werden unter der neu gegründeten Tochter Atrium SE geführt. Die blauen Hochgeschwindigkeitszüge des Unternehmens werden in direkter Konkurrenz zu den ICE-Zügen der Deutschen Bahn stehen und damit eine bedeutende Veränderung auf dem deutschen Schienenmarkt einläuten.
Italos Einstieg in Deutschland verspricht häufigere Verbindungen und günstigere Fahrpreise. Mit 2.500 neuen Arbeitsplätzen und einer Investition von 3,6 Milliarden Euro könnte das Projekt den Hochgeschwindigkeitsverkehr im Land neu prägen. Der Betrieb soll im April 2028 aufgenommen werden, vorbehaltlich der finalen Genehmigungen.






