24 June 2026, 19:02

Islamische Gelehrte positionieren sich klar gegen die Childfree-Bewegung

DUMK Erklärt, Wie der Islam die kinderlose Lebensweise sieht

Islamische Gelehrte positionieren sich klar gegen die Childfree-Bewegung

Die Childfree-Bewegung, die sich für ein Leben ohne Kinder aus freier Entscheidung einsetzt, hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Nun hat die Geistliche Verwaltung der Muslime Kasachstans (SAMK) zu diesem Trend Stellung bezogen und dabei zentrale Unterschiede zu den islamischen Lehren hervorgehoben.

Die SAMK erklärte, der Islam erlaube Paaren, eine Schwangerschaft aus triftigen Gründen vorübergehend hinauszuzögern. Eine dauerhafte Vermeidung von Elternschaft ohne schwerwiegende Begründung werde jedoch nicht unterstützt. Zudem betonte die Organisation, dass die Ablehnung von Kindern allein aus Unwillen oder Angst vor Armut mit der islamischen Tradition nicht vereinbar sei.

Laut SAMK seien Ehe und Fortpflanzung natürliche Bestandteile des menschlichen Lebens. Der Koran beschreibe die Liebe zur Familie und zu Kindern als eine der Segnungen des irdischen Daseins. Die Behörde unterstrich außerdem, dass Entscheidungen zur Familienplanung gemeinsam von den Ehepartnern getroffen werden sollten.

Die SAMK warnte, die Childfree-Ideologie stehe im Widerspruch zu den islamischen Vorstellungen von Familie und menschlicher Natur. Zudem könnte das Erstarken dieser Bewegung die Institution der Familie schwächen und die demografische Zukunft einer Gesellschaft beeinträchtigen.

Die Position der SAMK macht deutlich, dass zwischen vorübergehender Familienplanung und einer grundsätzlichen Ablehnung von Elternschaft unterschieden wird. Die Stellungnahme betont die zentrale Rolle der Familie im Islam, warnt jedoch zugleich vor den möglichen gesellschaftlichen Folgen der Childfree-Bewegung.

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