Indigene Führer:innen fordern bei UN-Gipfel mehr Einfluss auf globale Friedensarbeit
Finn WolfIndigene Führer:innen fordern bei UN-Gipfel mehr Einfluss auf globale Friedensarbeit
Über 250 indigene Führer:innen, UN-Vertreter:innen und Diplomat:innen trafen sich in New York zum 2. Globalen Gipfel für indigene Friedensarbeit
Am 25. und 26. April 2026 kamen in New York mehr als 250 indigene Führer:innen, Funktionär:innen der Vereinten Nationen und Diplomat:innen zum 2. Globalen Gipfel für indigene Friedensarbeit zusammen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die entscheidende Rolle indigener Gemeinschaften bei der Konfliktlösung und der Förderung von Frieden. Die Teilnehmenden gedachten dabei der Opfer vergangener Kämpfe und forderten zugleich dringendes Handeln in globalen Sicherheitsfragen.
Der Gipfel vereinte Vertreter:innen aus sieben soziokulturellen Regionen. In bewegenden Berichten schilderten sie persönliche Erfahrungen mit bewaffneten Konflikten und ihre Bemühungen um einen nachhaltigen Frieden. Bei einer Kerzenlichtzeremonie wurde der indigenen Angehörigen gedacht, die durch Gewalt ihr Leben verloren – ein eindringlicher Appell für ein friedliches Miteinander.
Besonders gewürdigt wurden die Beiträge indigener Frauen zur Friedensarbeit. Gleichzeitig verurteilten Redner:innen Militarismus und Atomwaffen und riefen Regierungen auf, gewaltfreie Lösungen zu priorisieren. Binalakshmi Nepram, Präsidentin des Globalen Bündnisses Indigener Völker für Geschlechtergerechtigkeit und Frieden, betonte, dass Indigene Völker als Expert:innen der Konfliktbewältigung anerkannt werden müssten.
Die Versammlung forderte einen sofortigen Waffenstillstand in allen besetzten indigenen Gebieten. Die Organisator:innen verlangten von den Vereinten Nationen, indigenes Wissen stärker in globale Friedens- und Sicherheitspolitik einzubinden. Die gesamten Verhandlungen wurden live auf YouTube übertragen, um eine breite öffentliche Teilhabe zu ermöglichen.
Mit einer klaren Botschaft endete der Gipfel: Indigene Stimmen müssen die zukünftige Friedensarbeit prägen. Zu den Forderungen zählten politische Reformen bei der UNO sowie konkrete Schritte, um die Gewalt in indigenen Territorien zu beenden. Organisationen wie Cultural Survival setzen sich weiterhin für eine größere Anerkennung indigen geführter Lösungen bei globalen Konflikten ein.






