Indiens Küstenschutz revolutioniert: Neue Daten und UNESCO-Ehre für Diwali 2025

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Ein Bild mit mehreren Bäumen, Gebäuden und Bergen im Hintergrund, einer Bank im Vordergrund, einem klaren Himmel und ein paar Booten auf der Wasseroberfläche.

Indiens Küstenschutz revolutioniert: Neue Daten und UNESCO-Ehre für Diwali 2025

Indiens Küstenschutz: Neue wissenschaftliche Instrumente und kulturelle Anerkennung

12. Dezember 2025

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Indien hat seine Anstrengungen zum Küstenschutz mit neuen wissenschaftlichen Werkzeugen und politischen Maßnahmen verstärkt. Zu den jüngsten Entwicklungen gehören der Coastal Vulnerability Index (Küstenverletzlichkeitsindex, CVI) und aktualisierte Gefahrenkarten, die der Erosion und dem steigenden Meeresspiegel begegnen sollen. Gleichzeitig erhielt das Land internationale Anerkennung für sein kulturelles Erbe: Das Diwali-Fest wurde von der UNESCO in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Der National Institute of Oceanography (NIO) und das Indian National Centre for Ocean Information Services (INCOIS) entwickelten gemeinsam den Küstenverletzlichkeitsindex (CVI). Dieses Instrument bewertet die Risiken durch den Anstieg des Meeresspiegels und Küstengefahren anhand zentraler Faktoren wie Veränderungen der Küstenlinie, Höhenlage, Gezeitenmuster, Wellenhöhe und Geomorphologie. Die Daten helfen, besonders gefährdete Gebiete zu identifizieren.

Das Ministerium für Umwelt, Wald und Klimawandel (MoEFCC) erarbeitete in Zusammenarbeit mit der Survey of India eine Gefahrenlinie, um Veränderungen der Küstenlinie zu verfolgen. Diese Linie ist nun Bestandteil der Coastal Zone Management Plans (Küstenzonen-Managementpläne, CZMPs) und unterstützt die Katastrophenvorsorge. 2012 wurde ein Atlas mit 156 detaillierten Karten im Maßstab 1:100.000 veröffentlicht, gefolgt von präziseren Mehrgefahrenkarten (1:25.000), die überschwemmungsgefährdete Zonen ausweisen.

Das National Centre for Coastal Research (NCCR) überwacht die Küstenerosion seit 1990. Sein Bericht von 2018 zu Küstenveränderungen wurde an Behörden weitergegeben, um Schutzstrategien zu steuern. Die Koordination zwischen zentralen Institutionen, Landesregierungen und Experten obliegt dem Coastal Protection and Development Advisory Committee (CPDAC), das eine einheitliche Reaktion auf Erosion und Verwundbarkeit sicherstellt.

Ein weiterer Erfolg: Im Dezember 2025 wurde Diwali in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Damit steigt die Zahl der von der Organisation anerkannten indischen Kulturgüter auf 16.

Der CVI und die aktualisierten Gefahrenkarten liefern den Behörden präzisere Daten für die Planung von Küstenschutzmaßnahmen. Diese Initiativen stehen im Einklang mit der Coastal Regulation Zone Notification (Verordnung zu Küstenschutzzonen, CRZ) von 2019, die sowohl Ökosysteme schützen als auch lokale Lebensgrundlagen sichern soll. Die Aufnahme von Diwali in die UNESCO-Liste unterstreicht zudem Indiens kulturellen Beitrag auf der weltweiten Bühne.

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