Illinois lockt Milliardeninvestitionen – doch die Wirtschaft schwächelt hinterher
Julian HartmannIllinois lockt Milliardeninvestitionen – doch die Wirtschaft schwächelt hinterher
Illinois beherbergt derzeit mehr als 2.000 ausländische Unternehmen und zieht jährlich Investitionen von über 100 Milliarden US-Dollar an. Gouverneur J.B. Pritzker betont zwar die Offenheit des Bundesstaats für internationale Geschäfte, doch die wirtschaftlichen Herausforderungen bleiben umstritten.
Pritzker stellte kürzlich seinen Haushaltsentwurf für das Fiskaljahr 2027 vor, der 85 Millionen US-Dollar für lokale Projekte vorsieht. Gleichzeitig äußerte er die Hoffnung auf engere Beziehungen zu ausländischen Investoren und hob Illinois als attraktiven Standort für internationale Firmen hervor.
Doch ein aktueller Bericht von Moody's Analytics zeichnet ein weniger optimistisches Bild: Demnach wird die Wirtschaft von Illinois sowohl hinter der des Mittleren Westens als auch hinter dem US-Durchschnitt zurückbleiben. Als einer der Gründe wird die schrumpfende Steuerbasis genannt, die das langfristige Wachstum belasten könnte.
Tony McCombie, Fraktionsvorsitzende der Republikaner im Repräsentantenhaus, kritisiert Pritzkers Wirtschaftspolitik scharf. Sie argumentiert, die Unternehmenssteuer von 9,5 Prozent sei zu hoch und müsse gesenkt werden, um mehr Unternehmen anzulocken. Zudem lehnt sie Pritzkers Pläne für eine progressive Einkommensteuer ab, die ihrer Meinung nach die Steuerzahler zusätzlich belasten würde.
Während die Abgeordneten über die Steuerpolitik streiten, bleibt die wirtschaftliche Zukunft des Bundesstaats ungewiss. Angesichts der Milliardeninvestitionen aus dem Ausland könnte Illinois' Fähigkeit, nachhaltiges Wachstum zu sichern, davon abhängen, wie gut es gelingt, unternehmerische Anreize mit Haushaltsdisziplin in Einklang zu bringen.






