Illegale Schlachterei in Flughafennähe: Polizei stellt Anzeige gegen Fleischhändler
Julian HartmannIllegale Schlachterei in Flughafennähe: Polizei stellt Anzeige gegen Fleischhändler
Die Polizei in Ulwe hat Anzeige gegen den Besitzer eines Fleischgeschäfts erstattet, der in der Nähe des internationalen Flughafens Navi Mumbai eine illegale Schlachterei betrieben haben soll. Der Betrieb verstieß gegen luftverkehrsrechtliche Vorschriften sowie gegen Tierschutzbestimmungen. Bei einer kürzlichen Razzia beschlagnahmten die Behörden Tiere und Ausrüstung.
Am 25. Juni durchsuchte die Polizei den A-One Mutton Shop im Sektor 20 von Ulwe. Dabei wurden vier Schafe und acht Ziegen in schlechten Haltungsbedingungen vorgefunden. Zudem beschlagnahmten die Beamten eiserne Messer und hölzerne Schlachtblöcke.
Das Geschäft gehört dem 45-jährigen Mohsin Abdulmajid Qureshi und befand sich nur zwei bis drei Kilometer von der Startbahn des Flughafens entfernt. Nach den Luftverkehrsbestimmungen sind Tierhaltung, Schlachtungen und fleischverarbeitende Tätigkeiten in einem Umkreis von zehn Kilometern um Flughäfen verboten, um das Risiko von Vogelkollisionen mit Flugzeugen zu minimieren. Die beschlagnahmten Tiere wurden in die Obhut des Animal Trust-Tierschutzheim in Khalapur gebracht.
Der Aktivist B.N. Kumar, Gründer der NatConnect Foundation, hatte bereits zuvor Verstöße und unhygienische Praktiken in der Region beim Luftfahrtministerium angezeigt. Umweltschutzgruppen fordern nun strengere Kontrollen, um weitere Verstöße zu verhindern und die Flugsicherheit zu gewährleisten.
Qureshi wird nach dem Bharatiya Nyaya Sanhita (indisches Strafgesetzbuch), dem Luftverkehrsgesetz sowie dem Tierschutzgesetz angeklagt. Der Fall wirft erneut Fragen zu illegalen Schlachthöfen in Flughafennähe auf. Die Behörden überwachen die Region weiterhin auf Einhaltung der luftverkehrsrechtlichen und tierschutzrechtlichen Standards.
