Hunt plant Tourismusabgabe und mehr Steuerautonomie für britische Gemeinden
Julian HartmannHunt plant Tourismusabgabe und mehr Steuerautonomie für britische Gemeinden
Schatzkanzler Jeremy Hunt sprach am Donnerstag vor Wirtschaftsführern auf der Jahreskonferenz der British Chambers of Commerce in London. Dort versicherte er Unternehmen, dass die fiskalische Stabilität und die bestehenden Regeln auch unter dem nächsten Premierminister Bestand haben würden.
In seiner Rede skizzierte Hunt Pläne, im Rahmen des anstehenden Haushaltsplans weitere Details zu veröffentlichen. Er schlug die Einführung einer Tourismusabgabe auf Übernachtungen vor – angelehnt an Modelle aus den USA und Europa –, deren Einnahmen lokalen Gemeinden zugutekommen sollen. Der Schatzkanzler betonte zudem die fiskalische Dezentralisierung als Priorität und bezeichnete sie als „unvollendetes Projekt“, das er vorantreiben wolle.
Hunt regte an, kommunalen Verantwortungsträgern mehr Kontrolle über die Erträge aus Einkommensteuer, Unternehmenssteuern und Grundsteuern zu übertragen. Zudem sprach er sich dafür aus, die Nordsee-Reserven stärker für die Energiesicherheit zu nutzen. Auf der Konferenz hielten auch andere hochrangige Politiker Reden.
Ob er sein Amt behalten würde, falls Andy Burnham Premierminister werden sollte, ließ Hunt offen. Er räumte jedoch ein, dass er und Burnham seit über einem Jahrzehnt in einem engen persönlichen und politischen Verhältnis stünden.
Die Vorschläge des Schatzkanzlers zielen auf lokale Investitionen und Steuerautonomie ab. Nähere Einzelheiten wird die Ankündigung des Haushaltsplans bringen. Die Konferenz unterstrich die anhaltenden Debatten über Wirtschaftspolitik und mögliche Führungswechsel.
