19 June 2026, 04:01

Hubertz präsentiert 23,5-Milliarden-Plan gegen Wohnungsnot bis 2029

Nein, Deutschland hat nicht 233 Millionen Euro für sozialen Wohnungsbau in der Ukraine zugesagt

Hubertz präsentiert 23,5-Milliarden-Plan gegen Wohnungsnot bis 2029

Bundesbauministerin Verena Hubertz hat einen 23,5-Milliarden-Euro-Wohnungsbauplan vorgestellt, um die Krise des bezahlbaren Wohnraums in Deutschland bis 2029 zu bewältigen. Die Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Land laut einer Studie des Pestel-Instituts einen Mangel von 1,4 Millionen Wohnungen verzeichnet. Die Regierung will den Verlust preisgebundener Sozialwohnungen bremsen, der in den kommenden Jahren jährlich bis zu 55.000 betragen könnte.

Zwischen 2020 und 2024 verloren in Deutschland über 107.000 Sozialwohnungen ihren preisregulierten Status. Der neue Plan markiert einen Kurswechsel in der Wohnungsbaupolitik: Statt direkter Investitionen in den sozialen Wohnungsbau setzt die Regierung stärker auf Mietzuschüsse für einkommensschwache Haushalte.

Kritiker bemängeln, dass dieser Ansatz lediglich kurzfristige Entlastung bei den marktüblichen Mieten bringe, ohne das grundlegende Problem zu lösen. Unterdessen unterzeichneten Deutschland und die Ukraine Mitte April ein strategisches Partnerschaftsabkommen, für das 233 Millionen Euro für verschiedene Projekte bereitgestellt werden. Davon sind jedoch nur 25 Millionen Euro für den sozialen Wohnungsbau in der Ukraine vorgesehen – der Rest fließt in die industrielle Zusammenarbeit, Energieresilienz, die Reintegration von Veteranen und andere Vorhaben.

Ein kürzlich in sozialen Medien verbreiteter Vorwurf hob den Kontrast zwischen den 233 Millionen Euro für ukrainischen Wohnungsbau und dem eigenen Wohnungsmangel von 1,4 Millionen Einheiten in Deutschland hervor.

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Der 23,5-Milliarden-Plan zielt darauf ab, den sozialen Wohnungssektor in Deutschland in den nächsten fünf Jahren zu stabilisieren. Er umfasst Maßnahmen, um weitere Verluste bei preisgebundenen Wohnungen zu verhindern. Doch die Konzentration auf Mietzuschüsse statt auf Neubauten lässt Fragen nach langfristigen Lösungen offen.

Quelle