Historischer Tarifabschluss bringt 5,8 Prozent mehr Lohn für 2,5 Millionen Beschäftigte

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Ein Blatt Papier mit einer Schrift darauf.

Gewerkschaften stimmen Forderungen für die Löhnerrunde auf Landesebene zu - Historischer Tarifabschluss bringt 5,8 Prozent mehr Lohn für 2,5 Millionen Beschäftigte

In einer bedeutenden Entwicklung haben sowohl Gewerkschaften als auch die Bundesregierung einen Tarifabschluss erzielt, dem sich auch die kommunalen Arbeitgeber angeschlossen haben. Die im April ausgehandelte Einigung sieht vor, dass die Löhne für 2,5 Millionen Beschäftigte in zwei Stufen um insgesamt 5,8 Prozent steigen – mit einer garantierten Mindesterhöhung von 110 Euro monatlich bis 2027.

Das Abkommen, das ein breites Spektrum an Beschäftigten im öffentlichen Dienst umfasst, wird zu spürbaren Verbesserungen der Gehälter führen. Die erste Stufe der Erhöhung tritt im Oktober 2023 in Kraft, die zweite folgt im April 2024.

Im Bundesland Hessen wurden die Verhandlungen separat geführt, da es nicht Teil der Tarifgemeinschaft der Länder ist. Stattdessen verfügt das Land über eigene Verhandlungsgremien, die als Hessische Tarifgemeinschaft beziehungsweise als Verhandlungsstelle für Hessen bekannt sind. Diese agiert unabhängig von der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), die die übrigen Bundesländer in Lohnverhandlungen vertritt.

Der Abschluss stellt einen bemerkenswerten Erfolg für die Gewerkschaftsverhandler dar, die damit eine deutliche Lohnerhöhung für eine große Zahl von Beschäftigten im öffentlichen Sektor durchgesetzt haben. Die zweistufige Anhebung mit einer garantierten Mindeststeigerung von 110 Euro monatlich wird den Einkommen der Arbeitnehmer:innen einen dringend benötigten Schub verleihen. Gleichzeitig unterstreicht Hessens eigenständiger Verhandlungsprozess die Sonderrolle des Landes innerhalb des föderalen Systems.