03 May 2026, 07:01

Häusliche Gewalt in Portugal erreicht 2025 traurigen Rekord mit fast 30.000 Fällen

Eine USA-Karte, farblich codiert nach der Anzahl der Schusswaffen-Todesfälle pro 100.000 Einwohner, mit zusätzlichen Daten unten.

Häusliche Gewalt in Portugal erreicht 2025 traurigen Rekord mit fast 30.000 Fällen

Häusliche Gewalt in Portugal erreicht 2025 fast 30.000 Fälle – besorgniserregender Anstieg

Im Jahr 2025 wurden in Portugal fast 30.000 Fälle häuslicher Gewalt registriert – ein alarmierender Anstieg der Misshandlungsvorfälle. Die Behörden verzeichneten 27 Todesopfer in Zusammenhang mit diesen Taten, während Unterstützungsdienste Tausenden Betroffenen Hilfe leisteten. Die Regierung setzt nun stärker auf Prävention und schnellere Reaktionen auf solche Straftaten.

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Besonders besorgniserregend war der deutliche Anstieg der Gewalt gegen Minderjährige: Die gemeldeten Fälle stiegen um 8,6 %. Von allen Opfern waren 69 % Frauen ab 25 Jahren, und in der Hälfte der Fälle waren ihre Partner die Täter. Gerichte erließen 1.300 Schutzanordnungen – die höchste Zahl seit 2018 – als Teil der Bemühungen, Gefährdete zu schützen.

Bis Ende 2025 hatten fast 1.350 Menschen Unterstützung vom portugiesischen Nationalen Opferschutznetzwerk erhalten. Gleichzeitig saßen 1.560 Häftlinge wegen entsprechender Straftaten im Gefängnis, was das Ausmaß des Problems unterstreicht. In der Gemeinde Santo António ist das Júlia-Zentrum seit über einem Jahrzehnt eine zentrale Anlaufstelle: Ein Team aus 10 Beamten der Polícia de Segurança Pública (PSP) und Fachkräften bietet in Notfällen schnelle Hilfe.

Die Regierung drängt nun auf strengere Präventivmaßnahmen und schnellere Eingriffe. Ziel ist es, Verzögerungen in juristischen Verfahren zu verringern und die Unterstützung für Betroffene häuslicher Gewalt auszubauen.

Der Anstieg der Fälle hat zu mehr Schutzanordnungen und einer höheren Nachfrage nach Opferschutz geführt. Mit fast 30.000 registrierten Vorfällen im Jahr 2025 konzentrieren sich die Behörden auf beschleunigte rechtliche Schritte und besseren Schutz für gefährdete Gruppen. Das Júlia-Zentrum und ähnliche Einrichtungen bleiben unverzichtbar, um Betroffenen sofortige Hilfe zu bieten.

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