18 March 2026, 01:17

Haushaltsstreit legt US-Sicherheitsbehörde lahm – Flughäfen drohen Schließungen

Blauer Plakat mit weißer Schrift und Logo, das besagt: "Wenn verabschiedet, wird das American Rescue Plan die USA im nächsten Jahr wieder zur Vollbeschäftigung führen."

Haushaltsstreit legt US-Sicherheitsbehörde lahm – Flughäfen drohen Schließungen

Ein erbitterter Streit um die Finanzierung hat das Ministerium für Innere Sicherheit (Department of Homeland Security, DHS) teilweise lahmgelegt – eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht. Im Mittelpunkt des Konflikts stehen republikanische Forderungen nach einer Ausweitung der Migrationskontrollen und demokratische Rufe nach grundlegenden Reformen der Behördenpraxis von ICE (U.S. Immigration and Customs Enforcement).

Die Blockade gefährdet nun die Flughafensicherheit und verzögert die Bestätigung von Donald Trumps Kandidat für die DHS-Führung, Senator Markwayne Mullin.

Die Trump-Regierung drängt auf eine massive Ausweitung der Haftkapazitäten von ICE im Rahmen des "One Big Beautiful Bill Act". Geplant sind bis 2029 über 135.000 Haftplätze, die durch die Wiedereröffnung geschlossener Einrichtungen, den Ausbau bestehender Zentren und neue Verträge mit privaten Gefängnisbetreibern geschaffen werden sollen. Als mögliche Standorte gelten ein umfunktioniertes Gefängnis in Florida, das den Spitznamen "Alligator-Alcatraz" trägt, sowie ein Zeltlager in El Paso. Zudem sieht der Entwurf eine 600-prozentige Steigerung der "Festnahmen im öffentlichen Raum" vor, die ganze Migrantengemeinschaften ins Visier nehmen sollen.

Die Republikaner werfen den Demokraten vor, die freigegebenen 100 Millionen Dollar für Körperkameras und weitere DHS-Mittel zu blockieren. Sie argumentieren, die Demokraten verweigerten selbst Teilfinanzierungen und setzten so kritische Behördenbereiche personellen Engpässen aus. Die Demokraten hingegen weisen die Angebote der Regierung als unzureichend zurück und bestehen auf tiefgreifende Reformen der ICE-Praktiken und -Kontrollen.

Ein hochrangiger US-Beamter warnte, dass unterfinanzierte Flughäfen aufgrund von Personalmangel bald mit Schließungen rechnen müssten. Die Krise verschärft sich durch extreme Wetterbedingungen und erhöhte Sicherheitsrisiken, die die Ressourcen des DHS zusätzlich belasten. Da der Kongress in eine zweiwöchige Pause geht, rechnen beide Seiten damit, dass die Lahmlegung noch Wochen andauern wird.

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Die Republikaner hoffen, dass sich der anhaltende Stillstand politisch gegen die Demokraten auswirken könnte – insbesondere gegen gefährdete Amtsinhaber wie Senator Jon Ossoff. Die Demokraten hingegen sehen im Haushaltsstreit Hebelwirkung, um das Weiße Haus zu Zugeständnissen bei den umstrittenen ICE-Methoden zu zwingen. Einziger Demokrat, der sich in dieser Frage nicht der Parteilinie anschließt, ist Senator John Fetterman.

Die Blockade hat die Arbeit des DHS in eine unsichere Warteposition manövriert, ohne dass ein Kompromiss in Aussicht wäre. Flughäfen drohen Schließungen, und die Bestätigung eines neuen DHS-Chefs bleibt auf Eis.

Ohne Einigung wird sich die Finanzsperre – und ihre Folgen – voraussichtlich weit über die Kongresspause hinausziehen.

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