Hamburgs Kreuzfahrthafen bricht Passagierrekorde und setzt auf grüne Energie
Sebastian VoigtHamburg bleibt Deutschlands größter Kreuzfahrthafen - Hamburgs Kreuzfahrthafen bricht Passagierrekorde und setzt auf grüne Energie
Hamburg hat seinen Status als Deutschlands führender Kreuzfahrthafen bestätigt: Im vergangenen Jahr begrüßte die Stadt 1,4 Millionen Passagiere. Zudem verzeichnete der Hafen 2023 insgesamt 295 Schiffsanläufe – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 2022. Dank neuer Infrastruktur und Nachhaltigkeitsinitiativen rechnen die Verantwortlichen mit noch stärker frequentierten Saisons in den kommenden Jahren.
An den drei Hamburger Kreuzfahrtterminals – HafenCity, Altona und Steinwerder – legten 2023 insgesamt 46 verschiedene Schiffe an, darunter drei Neuzugänge. Die Passagierzahlen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 100.000, was die Beliebtheit des Standorts unterstreicht. Für 2024 werden 331 Schiffsanläufe erwartet, hinzu kommen 47 Flusskreuzfahrtbesuche und acht Jungfernfahrten.
Auch in Sachen Nachhaltigkeit hat der Hafen Fortschritte gemacht: 162 Kreuzfahrtschiffe nutzten 2023 während ihrer Liegezeit Landstrom – ein Plus von 25 Prozent gegenüber 2022. Das entspricht 71 Prozent aller infrage kommenden Anläufe. Bereits 2024 werden alle drei Terminals über Landstromanschlüsse verfügen und damit die EU-Vorgaben vier Jahre vor Frist erfüllen. Die Umweltorganisation NABU, die seit 2011 für geringere Emissionen kämpft, begrüßte die Entwicklung, mahnt jedoch weitere Verbesserungen an.
Der Kreuzfahrttourismus stärkt zudem die lokale Wirtschaft: Rund 38 Prozent der Passagiere übernachten mittlerweile vor oder nach ihrer Reise in Hamburg und geben durchschnittlich 133,59 Euro pro Person aus. Gleichzeitig erkunden 70 Prozent der Besucher Restaurants, kulturelle Sehenswürdigkeiten oder Geschäfte der Stadt. Für 2025 sind unter 46 Schiffen drei Premieren geplant, 2026 sollen acht Neulinge den Hafen anlaufen.
Hamburgs Kreuzfahrtbranche zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung – weder bei den Passagierzahlen noch bei den Umweltmaßnahmen. Die frühzeitige Einführung von Landstrom und steigende Tourismusausgaben unterstreichen den doppelten Fokus auf Wachstum und Nachhaltigkeit. Die NABU bleibt wachsam und fordert eine weitere Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen in der Branche.






