Hagenbad verschärft Einlassregeln nach Ertrinkungsunfällen in Schwimmbädern
Charlotte RichterHagenbad verschärft Einlassregeln nach Ertrinkungsunfällen in Schwimmbädern
Hagenbad GmbH führt ab 1. April strengere Einlassregeln für ihre Schwimmbäder ein. Die Änderungen folgen zwei Ertrinkungsunfällen mit Kleinkindern im Westfalenbad innerhalb der letzten zwei Jahre. Mit den neuen Maßnahmen sollen die Sicherheit erhöht und künftige Vorfälle verhindert werden.
Ab nächsten Monat dürfen Kinder unter zehn Jahren das Westfalenbad und Hagens Freibäder nur noch in Begleitung einer Aufsichtsperson ab 16 Jahren betreten. Jede erwachsene Begleitperson darf dabei höchstens zwei Kinder gleichzeitig beaufsichtigen. Kinder unter 14 Jahren, die ohne Begleitung kommen möchten, müssen künftig das Bronze-Schwimmabzeichen vorweisen.
Durch stichprobenartige Kontrollen soll die Einhaltung der verschärften Regeln sichergestellt werden. Über die Überwachung hinaus setzt das Unternehmen auch auf präventive Aufklärung: Im Westfalenbad werden 12 Wassergewöhnungskurse für Kleinkinder sowie 35 Schwimmkurse für verschiedene Leistungsstufen – von Anfängern bis zum Silber-Abzeichen – angeboten. Zudem veranstaltet die Hagenbad GmbH Thementage zur Sicherheit, um Familien über Gefahren im und am Becken sowie richtiges Verhalten in Notfällen zu informieren.
Die Neuregelungen und Bildungsprogramme sind eine Reaktion auf zwei Ertrinkungsunfälle mit Kindern unter sieben Jahren im Westfalenbad in den vergangenen Jahren. Für Hagens öffentliche Freibäder wurden keine Änderungen bekannt gegeben, da hier keine entsprechenden Vorfälle gemeldet wurden. Die Maßnahmen treten am 1. April in Kraft; Kontrollen und Schulungen sollen während der gesamten Saison fortgeführt werden.






