03 April 2026, 22:03

AfD-Verschwörungstheorie nach Landtagswahl: Warum die Briefwahl das Ergebnis änderte

Ein Blatt mit einer Zeichnung eines Mannes im Anzug und Krawatte, der ein Schild hält, auf dem steht: "Der Wähler-Albtraum", der Entschlossenheit mit einem entschlossenen Gesichtsausdruck ausstrahlt.

AfD-Verschwörungstheorie nach Landtagswahl: Warum die Briefwahl das Ergebnis änderte

Ein Facebook-Nutzer hat Wahlbetrug bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz behauptet, nachdem die Alternative für Deutschland (AfD) nach der Auszählung der Briefwahlstimmen knapp unter 20 Prozent gefallen war. Zunächst hatten die Sender ARD und ZDF der Partei noch ein Ergebnis von 20 Prozent prognostiziert. Behörden bestätigten inzwischen, dass keine Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden.

Die ersten Hochrechnungen am Wahlabend hatten die AfD bei 20 Prozent gesehen – basierend auf den vorläufigen Ergebnissen der Präsenzwahl. Als später die Briefwahlstimmen hinzugezählt wurden, sank der Anteil der Partei auf 19,5 Prozent, eine Entwicklung, die sich ähnlich bei SPD und Grünen zeigte. Solche Anpassungen sind normal, da sich Prognosen mit zunehmenden Daten verfeinern.

AfD-Anhänger stehen der Briefwahl bekanntlich skeptisch gegenüber und nutzen sie selbst nur selten. Die Partei rät ihrer Wählerschaft aktiv davon ab, per Post abzustimmen, was erklären könnte, warum ihr Ergebnis nachträglich sinkt, sobald diese Stimmen gewertet werden. Briefwähler entscheiden sich zudem oft früher, was es für Meinungsforscher schwieriger macht, ihre Präferenzen in späten Prognosen abzubilden.

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Die Wahlleitung in Rheinland-Pfalz versicherte, es gebe keine Hinweise auf Manipulationen. Der Rückgang um 0,5 Prozentpunkte beim AfD-Ergebnis liegt innerhalb der üblichen Abweichungsmarge zwischen Hochrechnungen und Endergebnis. Umfrageinstitute wie die Forschungsgruppe Wahlen verzeichnen im Schnitt eine Abweichung von 1,16 Prozentpunkten vom tatsächlichen Ergebnis.

Der leichte Rückgang der AfD entspricht den standardmäßigen Auszählungsverfahren und ist kein Anzeichen für Betrug. Briefwahlstimmen, die oft früher abgegeben werden und von anderen Wählergruppen stammen, beeinflussen regelmäßig die Prognosen. Die Behörden bestätigten, dass die Wahl ohne Unregelmäßigkeiten verlief – ganz im Einklang mit früheren Trends bei der Stimmenauswertung.

Quelle