Grüne fordern radikale Wende für zuverlässigeren Bahnverkehr in der Region
Sebastian VoigtGrüne fordern radikale Wende für zuverlässigeren Bahnverkehr in der Region
Die Grünen haben ihre Prioritäten für die Verbesserung des Schienenverkehrs in der Region vorgestellt. Zwar haben die jüngsten Wiedereröffnungen von Strecken einige Behinderungen verringert, doch stehen noch umfangreiche Bauarbeiten bevor. Die Partei will den Bahnverkehr in den kommenden Jahren zuverlässiger, sicherer und attraktiver gestalten.
Die Grünen betonen die laufende Modernisierung des deutschen Schienennetzes, die für Passagiere zu erheblichen Verspätungen geführt hat. Leon Kröck, Fraktionsvorsitzender der Solinger Grünen, würdigte die Geduld der Pendler während dieser Einschränkungen.
Eine zentrale Forderung ist die Elektrifizierung und Verlängerung der S7-Linie bis Düsseldorf. Zudem pocht die Partei darauf, vor Beginn der RRX-Projektarbeiten zusätzliche Weichen in der Nähe von Düsseldorf-Eller Mitte zu bauen. Ein weiterer Vorschlag sieht vor, die RE2-Linie umzuleiten, um eine direkte Verbindung zwischen Solingen, Wuppertal und dem östlichen Ruhrgebiet herzustellen.
Die Grünen fordern eine bessere Koordinierung der Bahnbauprojekte sowie schnellere Modernisierungen der Signaltechnik. Gleichzeitig sollen lokale Anliegen – etwa die Rolle des Bahnhofs Hilden oder der übergemeindliche Busverkehr – in die Landes- und VRR-Verkehrsplanung einbezogen werden.
Die Partei argumentiert, dass ein verlässliches und effizientes Schienennetz entscheidend ist, um die Abhängigkeit vom Individualverkehr zu verringern. Ihre Pläne konzentrieren sich auf langfristige Verbesserungen der Infrastruktur und der Servicequalität. Diese Maßnahmen sollen aktuelle Störungen beheben und gleichzeitig die Grundlage für die künftige Nachfrage schaffen.
