26 June 2026, 17:01

Großbritannien entlässt Tausende Häftlinge vorzeitig – Kritik an Sicherheitsrisiken wächst

6.000 Straftäter sollen aufgrund von Labour-Sentencing-Reformen frühzeitig entlassen werden

Großbritannien entlässt Tausende Häftlinge vorzeitig – Kritik an Sicherheitsrisiken wächst

Die britische Regierung hat Pläne bekannt gegeben, Tausende Häftlinge vorzeitig zu entlassen, um die Überbelegung in den Gefängnissen zu entschärfen. Straftäter, die wegen schwerer Verbrechen wie Totschlag, Vergewaltigung oder schwerer Körperverletzung verurteilt wurden, könnten nach Verbüßung der Hälfte ihrer Strafe freikommen. Wegen Einbruch, Diebstahl oder Körperverletzung Verurteilte könnten bereits nach einem Drittel ihrer Haftzeit entlassen werden.

Die ersten 700 Häftlinge sollen im September im Rahmen des neuen Programms freigelassen werden. Insgesamt könnten zwischen 5.000 und 7.000 Gefangene davon profitieren. Opfer könnten benachrichtigt werden, falls ein Täter früher als geplant entlassen wird.

Der Schatten-Justizminister Nick Timothy kritisierte den Schritt als „rücksichtslos“ und eine „Beleidigung für die Opfer“. Die Labour-Partei hat die Verringerung der Gefängnisüberbelegung zur Priorität erklärt – selbst auf die Gefahr hin, dass dies Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Sicherheit aufwirft. Die Maßnahme könnte auch politische Herausforderungen für Andy Burnham mit sich bringen, der als möglicher Nachfolger von Keir Starmer im Amt des Premierministers gehandelt wird.

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Die Debatte darüber, ob die steigenden Gefangenzahlen mit einer liberalen Einwanderungspolitik zusammenhängen, nimmt zu. Die Reformen haben bereits Kritik von Oppositionsparteien und Opferverbänden ausgelöst.

Das Programm zur vorzeitigen Entlassung soll die Überbelegung in den Gefängnissen bekämpfen, stößt jedoch auf starken Widerstand. Kritiker werfen der Regierung vor, sie setze Platz vor Gerechtigkeit. Die ersten Entlassungen sind für September geplant, Tausende weitere sollen folgen.

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