Greenpeace enthüllt: Wie Amazon Web Services fragwürdige Geschäfte unterstützt
Julian HartmannGreenpeace enthüllt: Wie Amazon Web Services fragwürdige Geschäfte unterstützt
Greenpeace veröffentlicht Report „Amazons giftige Cloud-Dienste“ – Ethik der Datenwolke in der Kritik
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat einen neuen Bericht mit dem Titel „Amazons giftige Cloud-Dienste“ veröffentlicht, der die ethischen Grundlagen des Cloud-Computing infrage stellt. Im Fokus der Untersuchung steht Amazon Web Services (AWS), der weltweit größte Anbieter von Cloud-Diensten, und dessen Verbindungen zu Unternehmen, denen schädliche Praktiken vorgeworfen werden. Die Umweltaktivisten argumentieren, dass technologische Infrastruktur nicht als neutral betrachtet werden könne, wenn sie umstrittene Geschäfte unterstütze.
Der Report benennt konkrete Verbindungen von AWS zu mindestens 100 Firmen, die von Umwelt- und Rüstungsbeobachtern als problematisch eingestuft werden. Darunter befinden sich 70 Unternehmen, die vom norwegischen Staatsfonds wegen finanzieller Verstrickungen auf eine Schwarze Liste gesetzt wurden. Zu den prominenten Kunden zählen etwa der Fleischkonzern JBS, dem Entwaldung vorgeworfen wird, oder das Datenanalyseunternehmen Palantir, das mit Überwachungspraktiken in Verbindung gebracht wird.
Greenpeace besteht darauf, dass Cloud-Anbieter eine Mitschuld tragen, wenn sie unethische Geschäftsmodelle ermöglichen. Mauricio Vargas, Finanzexperte der Organisation, erläutert in dem Bericht die Haltung der Gruppe. Die Umweltschützer fordern AWS und ähnliche Unternehmen auf, die Zusammenarbeit mit Firmen zu beenden, die in Umweltzerstörung, Menschenrechtsverletzungen oder Waffenhandel verwickelt sind.
Über die Nennung einzelner Kunden hinaus kritisiert der Report die allgemeinen Geschäftspraktiken einiger AWS-Nutzer. Er stellt die Vorstellung infrage, Cloud-Dienste operierten in einem ethischen Vakuum, und drängt auf mehr Verantwortung in der technologischen Infrastruktur.
Die Erkenntnisse setzen AWS unter Druck, seine Kundschaft und Richtlinien zu überprüfen. Der Aufruf von Greenpeace könnte Cloud-Anbieter zwingen, ihre Rolle bei der Unterstützung von Branchen mit fragwürdigen Bilanzen neu zu bewerten. Der Bericht spiegelt eine wachsende Nachfrage nach ethischer Überprüfung im Technologiesektor wider.






