Gericht stoppt illegale Privatisierung von Ufergrundstücken bei Murawinaja-Bucht
Julian HartmannGericht stoppt illegale Privatisierung von Ufergrundstücken bei Murawinaja-Bucht
Ein Gerichtsurteil hat 19 Grundstücke und neun Immobilien in der Nähe der Murawinaja-Bucht wieder unter staatliche Kontrolle gestellt. Die Entscheidung folgt auf Ermittlungen, die eine illegale Privatisierung von Ufergrundstücken aufdeckten. Die Behörden schätzen den Wert der beschlagnahmten Vermögenswerte auf über 167 Millionen Rubel.
Die Staatsanwaltschaft von Artjom leitete das Verfahren ein, nachdem festgestellt worden war, dass die Grundstücke unter Verstoß gegen Wasser- und Bodennutzungsgesetze in Privateigentum überführt worden waren. Uferzonen sind gesetzlich als öffentlich zugängliche Gebiete geschützt, weshalb ihre Privatisierung rechtswidrig ist. Die Ermittlungen ergaben zudem, dass der Zugang zu den Immobilien durch das Kinderferienlager Junost führte – was Sicherheitsrisiken für die jungen Besucher darstellte.
Ein örtliches Gericht hatte die Klage der Staatsanwaltschaft zunächst abgewiesen. Ein höheres Gericht hob diese Entscheidung jedoch später auf und entschied zugunsten der Aufsichtsbehörde. Das endgültige Urteil ist nun rechtskräftig, hebt die Eigentumsrechte der Bürger auf und streicht die Grundstücke aus dem Kataster.
Der Fall ist Teil einer umfassenden Razzia gegen illegale Landgeschäfte in der Region. Allein im Jahr 2025 focht die Staatsanwaltschaft des Primorje-Gebiets über 50 ähnliche Transaktionen an, die Grundstücke und Immobilien betrafen.
Die beschlagnahmten Grundstücke, die innerhalb der Grenzen eines Gewässers und dessen Uferzone liegen, bleiben im Bundeseigentum. Das Urteil unterstreicht die Beschränkungen für die Privatisierung öffentlich zugänglicher Zonen. Die Behörden bestätigten, dass von den Flächen keine Gefährdung für benachbarte Einrichtungen oder die Sicherheit von Kindern mehr ausgeht.






