Georgien lockert Einschulungsregeln – aber nur für ein Jahr
Georgiens Parlament lockert Schulaufnahme-Regeln für ein Jahr
Das georgische Parlament hat eine einmalige Änderung der Einschulungsregeln beschlossen. Eltern können nun freiwillig ihre Kinder in die erste Klasse einschulen, selbst wenn diese erst nach dem Stichtag am 15. September sechs Jahre alt werden. Die Entscheidung folgt einer Petition von Familien, die mehr Flexibilität forderten.
Die Novelle wurde in nur zwei Sitzungen am selben Tag im Eiltempo durch das Parlament gebracht. Die Abgeordneten verabschiedeten sie in dritter Lesung mit 85 Stimmen und machten sie damit offiziell. Die Regelung gilt ausschließlich für das Schuljahr 2026/2027 und ermöglicht Kindern, die zwischen dem 16. September und dem 31. Dezember 2026 geboren wurden, einen früheren Schulstart.
Anstoß für die Änderung war eine im Februar eingereichte Petition einer Elterninitiative, die eine Anpassung der strengen Altersgrenze forderte. Bildungsminister Givi Mikanadze kündigte die einmalige Ausnahme am 3. März an und reagierte damit auf die Bedenken der Eltern. Frühere Reformen hatten ein festes Mindestalter für die Einschulung festgelegt, doch aktuelle Daten dazu, wie viele Familien von dieser Regelung betroffen waren, liegen nicht vor.
Mit der nun beschlossenen Änderung können betroffene Familien ihre Kinder ohne weitere Wartezeit anmelden. Die Maßnahme ist jedoch auf das Schuljahr 2026/2027 begrenzt und wird nicht verlängert.
Das neue Gesetz gibt Eltern damit vorübergehend die Möglichkeit, jüngere Kinder in die erste Klasse aufzunehmen. Die Ausnahme betrifft ausschließlich Kinder, die zwischen Mitte September und Ende 2026 sechs Jahre alt werden. Eine weitere Ausweitung der Regelung ist derzeit nicht geplant.






