Galeria am Abgrund: 160 Millionen Euro retten oder der Untergang droht
Sebastian VoigtGaleria am Abgrund: 160 Millionen Euro retten oder der Untergang droht
Galeria-Kaufhauskette steht vor dem Kollaps
Die deutsche Warenhauskette Galeria kämpft um ihr Überleben. Um die Pleite abzuwenden, benötigt der Händler dringend ein Notdarlehen in Höhe von 160 Millionen Euro vom US-Investor Gordon Brothers. Ohne diese Finanzspritze droht dem Unternehmen noch in diesem Sommer die sofortige Schließung.
Die angespannte finanzielle Lage hat Geschäftsführer Tilo Hellenbock bereits gezwungen, die Bestellungen für neue Ware in allen 83 Filialen drastisch zu kürzen. Um an dringend benötigte Liquidität zu kommen, senkt Galeria die Preise massiv – mit Rabatten von bis zu 70 Prozent, um die Gehälter der 12.000 Mitarbeiter bezahlen zu können.
Das geplante Darlehen soll eine bestehende Schuldenlast von 80 Millionen Euro umschulden und ausstehende Mieten begleichen. Gordon Brothers’ Sanierungsplan sieht vor, rund 30 Standorte zu schließen und die Verkaufsflächen zu verringern. Doch Branchenkenner zweifeln, ob diese Maßnahmen ausreichen, da das Unternehmen weiterhin Millionenverluste pro Monat verbucht.
Galeria strebt an, bis 2028 wieder profitabel zu werden – ein Ziel, das viele Handelsexperten als allzu optimistisch einschätzen. Scheitert die Einigung mit Gordon Brothers, dürfte die Kette endgültig Geschichte sein.
Das Darlehen ist überlebenswichtig für Galeria, doch die langfristige Zukunft bleibt ungewiss. Ohne die Mittel könnten die Filialen bereits in wenigen Monaten wegen Warenmangels schließen. Selbst mit der Finanzierung ist fraglich, ob es dem Unternehmen gelingt, sich bis 2028 zu erholen.






