10 April 2026, 12:37

Fünf Bewerber im Rennen um das UN-Spitzenamt – wer wird neuer Generalsekretär?

Ein Mann im Anzug und Krawatte, der als UN-Generalsekretär identifiziert wurde, sitzt an einem Tisch mit einem Mikrofon, einer Namensschilder, einer Flasche und anderen Gegenständen, während eine andere Person rechts von ihm sitzt, mit einem UN-Emblem im Hintergrund.

Fünf Bewerber im Rennen um das UN-Spitzenamt – wer wird neuer Generalsekretär?

Das Rennen um das Amt des nächsten UN-Generalsekretärs nimmt an Fahrt auf – fünf Kandidaten sind nun im Rennen. Die neue oder der neue Amtsinhaber, möglicherweise die erste Frau in dieser Position, wird vor der Herausforderung stehen, widerstreitende globale Interessen in Einklang zu bringen. Diese Woche beginnen die Präsentationen und Diskussionen der Bewerber, eine endgültige Entscheidung wird im Herbst erwartet.

Zu den Favoriten zählt Michelle Bachelet, Chiles ehemalige Präsidentin und frühere UN-Hochkommissarin für Menschenrechte. Doch ihre Kandidatur stößt sowohl bei China als auch den USA auf Widerstand, was ihren Weg erschwert. Ein weiterer starker Anwärter ist Rafael Grossi, der aktuelle Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA). Zwar wird er für seine Fachkompetenz geschätzt, doch frühere Konflikte mit Vetomächten könnten ihm zum Verhängnis werden.

Auch Rebeca Grynspan, Generalsekretärin der UN-Welthandels- und Entwicklungskonferenz (UNCTAD), ist im Rennen. Bekannt für ihr diplomatisches Geschick und ihre Vermittlungsarbeit, bringt sie Erfahrung im Brückenschlagen zwischen gegensätzlichen Positionen mit. Macky Sall, der ehemalige Präsident des Senegal, setzt sich für UN-Reformen ein, um der Stimme des Globalen Südens mehr Gewicht zu verleihen. Der amtierende Generalsekretär António Guterres hingegen sieht sich Kritik aus Israel und den USA ausgesetzt, insbesondere wegen seiner Haltung zum Gaza-Konflikt – seine Unterstützung steht damit infrage.

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Das Amt selbst verfügt zwar über keine echte Exekutivgewalt, übernimmt aber die Aufsicht über entscheidende UN-Organisationen, die sich mit Armutsbekämpfung und Klimawandel befassen. Wer auch immer die Position übernimmt, wird die heikle Aufgabe meistern müssen, frühzeitige Konflikte mit den großen Machtblöcken zu vermeiden.

Das Auswahlverfahren schreitet mit den anstehenden Midweek-Diskussionen der Kandidaten voran. Der oder die künftige Amtsinhaber, dessen Ernennung für diesen Herbst geplant ist, übernimmt ein Amt, das feines diplomatisches Geschick erfordert. Die Fähigkeit, die Beziehungen zu Schlüsselnationen zu managen, wird von Anfang an über die Wirksamkeit entscheiden.

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