Freie Wähler brechen CSU-Dominanz: Stapfner gewinnt Landratswahl im Ostallgäu
Julian HartmannFreie Wähler brechen CSU-Dominanz: Stapfner gewinnt Landratswahl im Ostallgäu
Bernd Stapfner von den Freien Wählern hat die Stichwahl um das Amt des Landrats im Landkreis Ostallgäu gewonnen. Mit 52,4 Prozent der Stimmen setzte er sich knapp gegen den CSU-Kandidaten Andreas Bauer durch, der auf 47,6 Prozent kam. Das Ergebnis markiert einen Wechsel an der Spitze der lokalen Politik nach einem intensiv beobachteten Wahlkampf.
Die Wahl folgte auf den ersten Wahlgang am 22. März, bei dem Bauer mit 39,7 Prozent der Stimmen führend war. Stapfner erreichte damals 25 Prozent, was die Stichwahl zwischen den beiden nötig machte. Weitere Kandidaten waren Johannes Erd von den Grünen (14,4 Prozent), Wolfgang Dröse von der AfD (12,8 Prozent) und Ilona Deckwerth von der SPD (8,2 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei der Erstwahl bei 68,2 Prozent.
Stapfner wird sein Amt offiziell am 1. Mai antreten und löst damit Maria Rita Zinnecker ab, die das Amt zwölf Jahre lang innehatte. Bauer bleibt unterdessen in seiner bisherigen Position als Wirtschaftsreferent im Kaufbeurer Rathaus.
Die 12,8 Prozent der AfD unterstreichen den wachsenden Zuspruch für rechtspopulistische Positionen in der Region. Ihr Kandidat Dröse setzte im Wahlkampf auf die Themen Migration, Umweltpolitik und Altenpflege. Auch die Grünen konnten Zuwächse verzeichnen und errangen mit einer jüngeren Generation von Kandidaten acht Sitze im Kreistag.
Stapfners Sieg beendet die lange CSU-Dominanz im Landratsamt. Seine Amtszeit beginnt im kommenden Monat, während Bauer weiterhin in der Kommunalpolitik tätig bleibt. Die Wahlergebnisse spiegeln einen Wandel der politischen Präferenzen im Ostallgäu wider – die Freien Wähler stellen nun die Führung im Landkreis.






