Frau aus Florida betrügt bei staatlichen Prüfungen mit falscher Identität
Sebastian VoigtFrau aus Florida betrügt bei staatlichen Prüfungen mit falscher Identität
Eine Frau aus Florida wurde festgenommen, weil sie angeblich Kundinnen und Kunden bei staatlichen Prüfungen vertreten haben soll, indem sie deren Identität annahm. Kashaundra Knowles sieht sich nun mit dem Vorwurf des organisierten Betrugs konfrontiert, nachdem die Behörden ein System aufgedeckt hatten, das mehrere Landkreise und Berufsgruppen betrifft.
Knowles soll sich in den Landkreisen Broward, Palm Beach und Volusia als Prüflinge ausgegeben haben. Berichten zufolge nutzte sie Verkleidungen, um sich den Ausweisdokumenten an den Testzentren anzupassen. Zu ihren Dienstleistungen gehörten Prüfungen für den Schulabschluss (GED), Immobilienlizenzen und Pflegequalifikationen. Ihre Kunden warb sie über soziale Medien an – für eine Gebühr von 1.000 Dollar pro Prüfung.
Mindestens drei Lehrkräfte der Schulbezirke in Broward sollen ihre Dienste in Anspruch genommen haben. Floridas Generalstaatsanwalt James Uthmeier warnte, dass alle Beteiligten mit Konsequenzen rechnen müssten. Der Schulamtsleiter von Broward, Dr. Howard Hepburn, verurteilte den Betrug scharf und kündigte an, alle belasteten Mitarbeiter zu ermitteln und zu entlassen.
Der Bildungsminister von Florida, Anastasios Kamoutsas, betonte, wie sehr das Vertrauen der Schülerinnen und Schüler durch solche Machenschaften beschädigt werde. Knowles sitzt weiterhin im Gefängnis des Landkreises Broward – gegen eine Kaution von 25.000 Dollar.
Der Fall hat bei Bildungspolitikern scharfe Reaktionen ausgelöst. Die Behörden leiten nun rechtliche Schritte gegen Knowles und mögliche Komplizen ein. Schulen und Prüfungsausschüsse könnten ihre Sicherheitsvorkehrungen überprüfen, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern.
