Flughafen Leipzig/Halle wird ausgebaut – trotz Klagen und Umweltprotesten

Flughafen Leipzig/Halle wird ausgebaut – trotz Klagen und Umweltprotesten
Trotz anhaltender Rechtsstreitigkeiten schreitet der Ausbau des Flughafens Leipzig/Halle voran – die sächsischen Behörden bestätigen die Baugenehmigungen. Der für die Wirtschaft Sachsens bedeutende Flughafen Leipzig/Halle steht jedoch in der Kritik von Umweltschützern und Anwohnern.
Dominik Lelle, seit 2023 Teil des Online-Ressorts von AERO INTERNATIONAL, berichtet über die Ausbaupläne. Trotz Klagen, darunter eine des Bundesverbandes Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), wird das Projekt Leipzig/Halle weiterverfolgt. Die Sächsische Landesdirektion hat bestätigt, dass die Baurechte ausgeübt werden dürfen.
Die sächsischen Linken und Grünen fordern strengere Maßnahmen zum Schutz von Gesundheit und Klima. Sie schlagen höhere Gebühren für Logistikunternehmen, ein Nachtflugverbot sowie die Förderung nachhaltiger Luftfahrttechnologien vor. Das Sächsische Wirtschaftsministerium betont hingegen die Notwendigkeit, die Flughafeninfrastruktur auszubauen, um mehr Unternehmen anzuziehen. Seit der Wiedervereinigung hat Sachsen rund 1,5 Milliarden Euro in die Erweiterung des Flughafens Leipzig/Halle investiert.
Der Flughafen Leipzig/Halle spielt eine zentrale Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Als wichtiger Knotenpunkt der mitteldeutschen Logistikbranche verfügt er über eine jährliche Frachtkapazität von 1,4 Millionen Tonnen – damit liegt er auf Platz zwei in Deutschland und Platz vier in Europa.
Trotz der Kontroversen wird der Ausbau des Flughafens Leipzig/Halle von den sächsischen Behörden vorangetrieben. Umweltschützer, Anwohner und Teile der Opposition üben Kritik an den Plänen. Die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens Leipzig/Halle ist unbestritten, doch sein künftiges Wachstum muss sich zwischen rechtlichen Hürden und Nachhaltigkeitsforderungen behaupten.


