Kopf-an-Kopf-Rennen in Rheinland-Pfalz: SPD und CDU kämpfen um die Macht
Charlotte RichterSchweitzer: SPD soll lenken, nicht nur mitfahren - Kopf-an-Kopf-Rennen in Rheinland-Pfalz: SPD und CDU kämpfen um die Macht
Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz nähert sich ihrem Höhepunkt, wobei SPD und CDU in einem Kopf-an-Kopf-Rennen liegen. Aktuelle Umfragen sehen die beiden Parteien fast gleichauf, doch die CDU führt mit einem knappen Vorsprung. SPD-Spitzenkandidat Alexander Schweitzer zeigt sich siegesgewiss, schließt aber bei Bedarf eine große Koalition nicht aus.
Schweitzer, der Spitzenkandidat der SPD, hat seine Führungsrolle wiederholt mit der eines Schiffskapitäns und nicht mit der eines Passagiers verglichen. Dabei bezog er sich auf seine Kindheitserfahrungen auf einem Binnenschiff. Seine Partei regiert Rheinland-Pfalz seit 1991, doch ihre Unterstützung hat sich in den letzten Jahren verändert.
2021 erzielte die SPD mit 35,7 % ihr bestes Ergebnis seit Jahren, während die CDU mit 27,7 % ihr historisch schlechtestes Abschneiden hinnehmen musste. Für die Wahl 2026 deuten Prognosen darauf hin, dass die SPD etwa acht Prozentpunkte verlieren könnte – die CDU bleibt jedoch deutlich unter ihren früheren Werten.
Bei seiner letzten Wahlkampfveranstaltung in Landau erhielt Schweitzer Rückendeckung von den ehemaligen SPD-Ministerpräsidenten Malu Dreyer, Kurt Beck und Rudolf Scharping. Er machte klar, dass er in einem von der CDU geführten Kabinett nicht mitwirken würde, falls die Opposition gewinnt. Eine Koalition unter SPD-Führung schloss er jedoch nicht aus.
Die Wahl am 22. März wird entscheiden, ob die SPD ihre lange Regierungszeit verlängern kann. Sollte keine Partei eine klare Mehrheit erreichen, könnten Koalitionsverhandlungen folgen. Schweitzers Haltung deutet darauf hin, dass er sich auf verschiedene Szenarien vorbereitet – stets mit dem Ziel, den Einfluss seiner Partei zu wahren.






