Florida-Richter kippt Waffenverbot für junge Erwachsene unter 21 Jahren
Julian HartmannFlorida-Richter kippt Waffenverbot für junge Erwachsene unter 21 Jahren
Ein Richter in Florida hat ein staatliches Gesetz für verfassungswidrig erklärt, das Erwachsenen unter 21 Jahren das Tragen einer versteckten Schusswaffe verbietet. Die Entscheidung folgte auf die Festnahme eines 18-Jährigen im Jahr 2024, dem die Verletzung dieser Vorschrift vorgeworfen wurde. Richter Spencer Levine erklärte die Regelung in seinem jüngsten Urteil für ungültig.
Im Mittelpunkt des Falls stand ein floridianisches Gesetz aus dem Jahr 1987, das das verdeckte Tragen von Waffen für Erwachsene zwischen 18 und 20 Jahren untersagt. Die Staatsanwaltschaft verteidigte die Regelung mit dem Argument, dass Erlaubnispflichten und altersbezogene Einschränkungen verfassungskonform seien. Das Gericht kam jedoch zu dem Schluss, dass es keine historischen Präzedenzfälle gebe, die ein solches Verbot für junge Erwachsene rechtfertigen würden.
Richter Levine betonte, dass 18- bis 20-Jährige zwar ohne Einschränkungen im Militär dienen dürfen, ihre Rechte aus dem Zweiten Verfassungszusatz auf Selbstverteidigung jedoch stark beschnitten seien. In seiner Begründung bezog er sich auf zentrale Urteile, darunter District of Columbia v. Heller, das bestätigte, dass der Zweite Verfassungszusatz mit nur wenigen Ausnahmen für alle Amerikaner gilt. Auch der Fall New York State Rifle & Pistol Association v. Bruen spielte eine Rolle, da er einen zweistufigen Prüfungsmaßstab für Waffenregulierungen festlegte. Zudem unterstrich United States v. Rahimi, dass Personen nicht allein aufgrund der Einstufung als „unverantwortlich“ entwaffnet werden dürfen.
Das Urteil kippt damit das floridianische Gesetz, das das verdeckte Führen von Schusswaffen für Erwachsene unter 21 Jahren einschränkte. Die Entscheidung steht im Einklang mit jüngsten Auslegungen des Zweiten Verfassungszusatzes durch den Obersten Gerichtshof. Der Bundesstaat muss nun seine Gesetze an das Urteil anpassen.






