FIFA erlaubt Regenbogenflaggen trotz Protesten von Iran und Ägypten bei WM 2026
Julian HartmannFIFA erlaubt Regenbogenflaggen trotz Protesten von Iran und Ägypten bei WM 2026
FIFA bestätigt: Regenbogenflaggen beim WM-Spiel Iran gegen Ägypten 2026 in Seattle erlaubt
Die FIFA hat bestätigt, dass Regenbogenflaggen beim WM-Spiel 2026 zwischen dem Iran und Ägypten in Seattle zugelassen werden. Die Entscheidung fällt nach dem Antrag beider Länder, Pride-bezogene Aktivitäten während der Partie zu verbieten. Das Spiel fällt zeitlich mit den jährlichen Pride-Feierlichkeiten in Seattle zusammen, die vom lokalen Organisationskomitee als „Pride Match“ bezeichnet werden.
Der Iran und Ägypten hatten offiziell beantragt, dass die FIFA Regenbogenflaggen und jegliche LGBTQ-bezogenen Aktionen im Stadion unterbindet. In beiden Ländern steht Homosexualität unter Strafe – dies bildete die Grundlage für ihr Ersuchen. Die FIFA lehnte den Antrag ab und betonte erneut, dass alle Fans willkommen seien.
Der Weltfußballverband präzisierte, dass die Pride-Veranstaltungen vom lokalen Organisationskomitee in Seattle und nicht von der FIFA selbst organisiert werden. Präsident Gianni Infantino hatte zuvor klargestellt, dass es im offiziellen FIFA-Programm kein „Pride Match“ gebe. Diese Unterscheidung trennt die Turnieraktivitäten von denen der lokalen Gastgeber.
Die Debatte erinnert an frühere Kontroversen, etwa bei der WM 2022 in Katar. Damals warnte die FIFA Mannschaftskapitäne davor, die „OneLove“-Binde zu tragen, die für Vielfalt und Inklusion stand. Diesmal bezieht die FIFA jedoch klarer Position – zugunsten der Zulassung von Unterstützungsbekundungen für LGBTQ-Communities.
Regenbogenflaggen werden beim Spiel Iran gegen Ägypten im Stadion erlaubt sein. Die Entscheidung der FIFA unterstreicht ihr Bekenntnis zur Inklusivität aller Fans. Die Pride-Veranstaltungen des lokalen Organisationskomitees finden unabhängig vom offiziellen WM-Spielplan statt.
