FDP in Rheinland-Pfalz stürzt auf 2,1 Prozent – Schmitt tritt nach Debakel zurück
Charlotte RichterFDP in Rheinland-Pfalz stürzt auf 2,1 Prozent – Schmitt tritt nach Debakel zurück
Die Freie Demokratische Partei (FDP) in Rheinland-Pfalz hat bei der Landtagswahl am 22. März eine vernichtende Niederlage erlitten: Ihr Stimmenanteil stürzte von 5,5 Prozent im Jahr 2021 auf nur noch 2,1 Prozent ab. Durch diesen Einbruch verlor die Partei alle sechs ihrer Mandate im Landtag und löste damit den Rücktritt ihrer Vorsitzenden, Daniela Schmitt, aus. Sie hatte die FDP durch eine turbulente Phase geführt, trat nach dem desaströsen Ergebnis jedoch zurück.
Schmitt hatte im April 2025 den Landesvorsitz übernommen – nach einem erbitterten internen Machtkampf, der auf den Abgang von Volker Wissing und den plötzlichen Tod des FDP-Justizministers Herbert Mertin folgte. Ihr Start in die Führung war vielversprechend: 2021 führte sie die FDP als Spitzenkandidatin zu 5,5 Prozent der Stimmen und ermöglichte damit den Einzug in eine Koalition mit SPD und Grünen.
Als Wirtschafts- und Verkehrsministerin gelang ihr ein besonderer Erfolg, als sie den US-Pharmakonzern Eli Lilly dazu bewegte, Milliardeninvestitionen in ihrer Heimatstadt Alzey zu tätigen. Vor ihrer politischen Karriere hatte Schmitt als Regionaldirektorin bei der Volksbank Mainz gearbeitet und war in ihren frühen Dreißigern der FDP beigetreten.
Doch die Wahl 2026 brachte eine dramatische Wende: Die FDP brach auf 2,1 Prozent ein und schied damit aus dem Landtag aus. Gleichzeitig wurde die CDU mit 31,0 Prozent stärkste Kraft, während die SPD auf 25,9 Prozent fiel und die AfD auf 19,5 Prozent zulegte. Auch die Grünen verloren an Boden und kamen nur noch auf 7,9 Prozent.
Schmitt kündigte an, bei der für Mai geplanten Neuwahl des Parteivorstands nicht mehr anzutreten, und begründete dies mit dem Wunsch, der Partei den Weg für eine neue Zukunft zu ebnen. Ein neuer Landesvorsitzender soll nun auf dem Parteitag am 9. Mai gewählt werden.
Das Ausscheiden der FDP aus dem Landtag bedeutet bereits die zweite Abwesenheit der Liberalen seit 2011. Mit Schmitts Rücktritt steht die Partei nun vor der Aufgabe, sich unter neuer Führung neu aufzustellen. Angesichts des starken CDU-Ergebnisses deutet alles darauf hin, dass diese die nächste Regierung bilden wird – und damit das Ende der bisherigen Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP besiegelt.






