Bayern berufen Diaz-Sperre an - FC Bayern geht gegen Díaz-Sperre vor – doch der DFB bleibt hart
Der FC Bayern München hat offiziell Berufung gegen die einspielige Sperre von Luis Díaz eingelegt, die ihm nach der Roten Karte im 1-1-Unentschieden gegen Bayer Leverkusen auferlegt wurde. Der Vereinschef Jan-Christian Dreesen kritisierte jüngste Schiedsrichterentscheidungen als "fragwürdig" und "zunehmend besorgniserregend". Unterdessen deutet der Deutsche Fußball-Bund (DFB) an, dass eine Aufhebung der Sperre unwahrscheinlich bleibt.
Díaz hatte in der 84. Minute des Leverkusen-Spiels nach einem angeblichen Schwalbenmanöver die zweite Gelbe Karte gesehen. Schiedsrichter Christian Dingert gab später zu, dass er nach Sichtung der Bilder die zweite Verwarnung nicht ausgestellt hätte. Laut DFB-Regeln bleibt eine Schiedsrichterentscheidung jedoch bestehen, sofern kein klarer und schwerwiegender Fehler nachgewiesen wird.
Die Berufung des FC Bayern folgt auf eine Saison, in der mindestens zwei Spieler des Vereins wegen kartenspezifischer Vergehen gesperrt wurden. Verteidiger Jonathan Tah hatte bereits in diesem Jahr ein Spiel pausieren müssen, nachdem er seine fünfte Gelbe Karte erhalten hatte. Nun hat Díaz' Platzverweis den Verein dazu veranlasst, die Entscheidung vor dem DFB-Sportgericht anzufechten.
Dreesen forderte den DFB auf, die Schiedsrichterleistungen zu verbessern, und argumentierte, dass inkonsistente Entscheidungen die Spiele beeinflussten. Trotz des Drängens des FC Bayern signalisiert der Verband jedoch, dass die Erfolgsaussichten minimal sind.
Der DFB wird die Berufung des FC Bayern prüfen, doch es wird erwartet, dass Díaz seine Ein-Spiel-Sperre absitzen muss. Die Entscheidung wird darüber bestimmen, ob der Flügelspieler für das nächste Spiel der Mannschaft zur Verfügung steht. Bis dahin muss der Verein damit rechnen, ohne ihn antreten zu müssen.