FBI durchsucht Büro und Wohnhaus von County-Assessor Gus Kramer wegen Drahtbetrugsverdachts
Finn WolfFBI durchsucht Büro und Wohnhaus von County-Assessor Gus Kramer wegen Drahtbetrugsverdachts
Beamte des FBI durchsuchten am Dienstagmorgen das Wohnhaus und die Büros des Assessors des Contra Costa County, Gus Kramer. Durchsuchungsbefehle wurden auch im Büro des County Assessors sowie im Haus von Kramer’s Stellvertreter, Vince Robb, vollstreckt. Ein unter Verschluss gehaltener Haftbefehl war zuvor im Rahmen von Ermittlungen wegen Drahtbetrugs erlassen worden.
Kramer bekleidet das Amt des County Assessors seit 1994. Derzeit absolviert er seine achte Amtszeit und plant, im Dezember 2026 in den Ruhestand zu gehen. Im Laufe der Jahre geriet er wiederholt in die Kritik, insbesondere wegen seiner privaten Immobilieninvestitionen in derselben Grafschaft, in der er über die steuerliche Bewertung von Grundstücken entscheidet.
2012 reichte Kramer eine Bundesklage gegen den Kreisrat (Board of Supervisors) ein. Er warf den Mitgliedern vor, ihn vorsätzlich diskriminiert und eine zugesagte Gehaltserhöhung verweigert zu haben. Später, 2019, beschuldigte ihn die Bürgergrandjury (Civil Grand Jury) des Contra Costa County offiziell der „vorsätzlichen oder korrupten Pflichtverletzung“, weil er ein feindseliges Arbeitsumfeld geschaffen habe.
Ein separates Verfahren im Jahr 2020 endete mit einem Fehlprozess. Kramer wies die Vorwürfe als „Hexenjagd“ zurück. Nun vermutet er, dass die aktuellen Ermittlungen mit der Bewertung von Grundstücken in der Grafschaft zusammenhängen.
Die Razzia erfolgte im Zusammenhang mit dem unter Verschluss gehaltenen Haftbefehl wegen Drahtbetrugs. Kramer bleibt bis zu seinem geplanten Ruhestand im Amt. Die Ermittlungen dauern an; weitere Details wurden bisher nicht bekannt gegeben.






