Falsche Gouverneur-E-Mails täuschen Firmen in Chabarowsk mit gefälschten Siegeln
Julian HartmannFalsche Gouverneur-E-Mails täuschen Firmen in Chabarowsk mit gefälschten Siegeln
Unternehmen in der Region Chabarowsk erhalten betrügerische E-Mails mit angeblicher Absenderangabe des Gouverneurs
Betriebe im Gebiet Chabarowsk haben gefälschte E-Mails erhalten, die vorgeben, vom regionalen Gouverneur zu stammen. In den Nachrichten werden sensible Angaben zu Produktionskapazitäten, Mitarbeiterlisten und humanitären Hilfsgütern angefordert. Die Behörden bestätigten inzwischen, dass es sich um Fälschungen handelt.
Die Betrugsmails geben vor, von Gouverneur Dmitri Demeschin zu stammen. Sie enthalten ein gefälschtes Siegel, eine unterschriebene Signatur, ein Datum sowie eine Aktenreferenz, um den Anschein von Offizialität zu erwecken. Beamte entdeckten jedoch schnell Ungereimtheiten in den Dokumenten.
Die gefälschten Schreiben nennen eine falsche Adresse und verwenden veraltete Formatierungen. Die Aktenreferenz ist ungültig, und sowohl die Unterschrift als auch das Siegel stimmen nicht mit den offiziellen Unterlagen überein. Trotz des täuschend echten Erscheinungsbilds haben die Behörden die Mails als Fälschungen entlarvt.
Bisher gibt es keine öffentlichen Stellungnahmen von Gouverneur Demeschin zu ähnlichen Betrugsversuchen in der Region. Die E-Mails fordern gezielt Unternehmen auf, Informationen über ihre Geschäftsaktivitäten und Hilfslieferungen preiszugeben – fälschlicherweise mit der Begründung, die Daten würden für humanitäre Einsätze im Iran benötigt.
Die gefälschten Nachrichten sind Teil einer Betrugsmasche, die sich gegen lokale Unternehmen richtet. Betroffene Firmen in der Region Chabarowsk wurden inzwischen über die betrügerischen Anfragen informiert. Die Behörden warnen weiterhin davor, sensible Daten an nicht verifizierte Quellen weiterzugeben.