30 June 2026, 20:03

Extremismus in Deutschland: BfV-Bericht zeigt besorgniserregende Zunahme bei allen Lagern

Verfassungsschutz erklärt 28.000 AfD-Mitglieder zu Rechtsextremisten

Extremismus in Deutschland: BfV-Bericht zeigt besorgniserregende Zunahme bei allen Lagern

Der aktuelle Bericht des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) zeigt einen Anstieg extremistischer Aktivitäten in verschiedenen Gruppen. Sowohl rechtsextreme und linksextreme als auch islamistische Bewegungen verzeichneten im vergangenen Jahr mehr Mitglieder und gewalttätige Vorfälle. Die Daten unterstreichen die wachsende Sorge um politischen Extremismus in Deutschland.

Das Potenzial rechtsextremer Extremisten stieg von 51.500 auf 59.850 Personen. Innerhalb dieser Gruppe wurden 15.600 als Anhänger des gewaltbereiten Rechtsextremismus eingestuft. Allein die Partei Alternative für Deutschland (AfD) zählte 28.000 Mitglieder, die dieser Kategorie zugeordnet werden – ein Anstieg von etwa 8.000 im Vergleich zu 2024. Auch die Zahl der rechtsextremen Gewalttaten erhöhte sich von 1.281 auf 1.395.

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Auch der Linksextremismus folgte diesem Trend. Die Zahl potenzieller Linksextremisten wuchs von 40.000 auf 44.450, wobei 11.600 als gewaltbereit gelten. Das BfV registrierte 856 gewalttätige Vorfälle durch Linksextremisten – ein Anstieg von fast 61 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der islamistische Extremismus bleibt ebenfalls ein erhebliches Problem. Das BfV identifizierte 28.645 potenzielle Islamisten, darunter 11.200 mit Bezug zur salafistischen Bewegung. Zudem wurden 26.000 Personen den „Reichsbürger“- und „Selbstverwalter“-Bewegungen zugeordnet, von denen 2.600 als gewaltbereit eingestuft wurden. Auch der nicht-islamistische, ausländerbezogene Extremismus nahm zu – von 32.500 auf 33.850 Personen, wobei 22.000 als gewaltbereit gelten.

Die Erkenntnisse des BfV deuten auf einen breiten Aufwärtstrend extremistischer Aktivitäten hin. Sowohl die Mitgliederzahlen als auch die gewalttätigen Vorfälle haben in mehreren ideologischen Gruppen zugenommen. Die Behörden beobachten diese Entwicklungen weiterhin genau.

Quelle