Ex-Stadtrechnungsprüfer Brad Lander wegen Aufzugsblockade vor Gericht
Julian HartmannEx-Stadtrechnungsprüfer Brad Lander wegen Aufzugsblockade vor Gericht
Der ehemalige Stadtrechnungsprüfer von New York, Brad Lander, stand am Mittwoch in Manhattan vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, durch die Blockade eines Aufzugs in einem Bundesgebäude eine Störung verursacht zu haben. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht ein Vorfall im September 2025 im Gebäude 26 Federal Plaza.
Lander war festgenommen worden, nachdem er Zugang zu den von ICE betriebenen Zellen im 10. Stock gefordert hatte. Er plädierte auf nicht schuldig und lehnte einen Vergleich ab, stattdessen entschied er sich für eine Gerichtsverhandlung.
Während des Verfahrens vor dem Einzelrichter argumentierten die Staatsanwälte, er habe Warnungen, sich zu entfernen, ignoriert und den Aufzug blockiert. Lander sagte aus, er habe weder gehört noch gesehen, dass sich die Aufzugtüren öffneten. Zudem habe er keine klaren Anweisungen erhalten, beiseitezutreten.
Seine Verteidigung führte an, er und andere Amtsträger hätten die Bedingungen in den Zellen überprüft. Es habe keine Absicht bestanden, den Zugang zu blockieren. Der Vorfall ereignete sich während Landers Wahlkampf, mit dem er den Abgeordneten Dan Goldman im 10. Kongresswahlbezirk von New York ablösen will.
Sowohl Lander als auch Goldman haben sich in letzter Zeit kritisch mit der Einwanderungspolitik von Präsident Trump auseinandergesetzt. Sie lehnen die sogenannten „Mega-Master“-Asylanhörungen ab, die am 1. Juni 2025 stattfanden.
Ein Urteil im Fall wird für Donnerstagmorgen erwartet. Die Entscheidung wird klären, ob Lander wegen Störung von Bundeseigentum schuldig gesprochen wird. Das Ergebnis könnte sich auf seinen laufenden Wahlkampf gegen Goldman auswirken.






