Ex-Siedlungschef wegen Machtmissbrauchs vor Gericht: Wie er Wasserrechte an Privatfirmen verschenkte
Finn WolfEx-Siedlungschef wegen Machtmissbrauchs vor Gericht: Wie er Wasserrechte an Privatfirmen verschenkte
Der ehemalige Leiter der Siedlung Gornye Klyuchi sieht sich nun mit strafrechtlichen Vorwürfen konfrontiert, weil er seine Amtsbefugnisse missbraucht haben soll. Den Behörden zufolge übertrug er Wasser- und Abwassersysteme, die im Besitz der Gemeinde standen, illegal an private Unternehmen. Als Folge der Geschäfte stiegen für die Anwohner die Gebühren für Versorgungsleistungen an.
Das Schiedsgericht der Region Primorje hatte bereits zweimal entschieden, dass die vom Beamten abgeschlossenen Pachtverträge rechtswidrig waren. Trotz dieser Urteile setzte er sein Vorgehen gegen die gesetzlichen Vorgaben fort. Ermittlern zufolge übergab er die Kontrolle über die Wasser- und Abwasserinfrastruktur ohne Ausschreibungsverfahren oder einen ordnungsgemäßen Konzessionsvertrag.
Dem Angeklagten wird vorgeworfen, während seiner Amtszeit im öffentlichen Dienst im Interesse Dritter gehandelt zu haben. Seine mutmaßlichen Handlungen führten zu finanziellen Verlusten für die örtlichen Bewohner, die gezwungen waren, höhere Versorgungsgebühren zu zahlen. Die Staatsanwaltschaft hat den Fall nach Teil 3, Absatz e des Artikels 286 des russischen Strafgesetzbuchs eingestuft, der den Machtmissbrauch zu persönlichem Vorteil regelt.
Das Strafverfahren wird nun vor dem Bezirksgericht Kirovsky verhandelt. Der mutmaßliche Machtmissbrauch des ehemaligen Siedlungschefs hat zu einer offiziellen Anklage und einem Gerichtsverfahren geführt. Bei einer Verurteilung drohen ihm Strafen nach russischem Recht. Das Urteil wird auch darüber entscheiden, ob die Anwohner eine Entschädigung für die erhöhten Versorgungskosten erhalten.






