08 May 2026, 03:03

Ex-Polizist Wayne Jenkins will vorzeitig aus 25-jähriger Haft frei kommen

Plakat mit fetter schwarzer Schrift "Wir fordern jetzt ein Ende der Polizeigewalt" auf einem weißen Hintergrund, der von einem schwarzen Rand umgeben ist.

Ex-Polizist Wayne Jenkins will vorzeitig aus 25-jähriger Haft frei kommen

Wayne Jenkins, der ehemalige Anführer der korrupten Gun Trace Task Force (GTTF) in Baltimore, beantragt eine vorzeitige Entlassung aus seiner 25-jährigen Haftstrafe. Ein Bundesrichter hat der Staatsanwaltschaft nun bis zum 3. Juni Zeit gegeben, um auf seinen Antrag zu reagieren. Jenkins wurde 2018 verurteilt, nachdem er eine der schwerwiegendsten Polizeikorruptionsaffären der Stadt angeführt hatte.

Jenkins wurde 2018 festgenommen, nachdem Ermittlungen weitverbreitetes Fehlverhalten innerhalb der GTTF aufgedeckt hatten. Er gestand, Beweismaterial manipuliert, Drogen gestohlen und Bürger beraubt zu haben – darunter auch im Zusammenhang mit einem Unfall 2010, bei dem ein älterer Mann ums Leben kam. Bei seiner Verurteilung sagte er zu Richterin Catherine Blake: „Ich habe den Dienstausweis beschmutzt.“ Blake, die den Fall leitete, starb im März 2026.

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Der GTTF-Skandal hat Baltimore fast 23 Millionen Dollar an Vergleichszahlungen gekostet, wobei Jenkins’ Handlungen allein nahezu 4,4 Millionen ausmachten. Eine unabhängige Untersuchungskommission stellte später fest, dass er während der Ermittlungen kaum nützliche Kooperation gezeigt hatte. Berichten zufolge forderte er sogar, ein Filmproduzent solle bei seinem Verhör anwesend sein.

In einem aktuellen Schreiben an den zuständigen Bundesrichter in Baltimore plädierte Jenkins für eine Strafmilderung. Er behauptet, im Gefängnis angegriffen worden zu sein und für seine begrenzte Zusammenarbeit keine Vorteile erhalten zu haben.

Die Entscheidung des Gerichts über Jenkins’ Antrag hängt von der Stellungnahme der Staatsanwaltschaft ab, die bis zum 3. Juni vorliegen muss. Sollte sein Gesuch bewilligt werden, könnte er Jahre vor Ablauf seiner ursprünglichen 25-jährigen Strafe freikommen. Der Fall bleibt einer der kostspieligsten Polizeiskandale in der Geschichte Baltimores.

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