27 April 2026, 23:01

Ex-NATO-Chef fordert Rückkehr zur Wehrpflicht für Großbritannien

Britisches Militrekrutierungsplakat mit einer Person und dem Text 'Britons Wants You - Join Your Country's Army - God Save the King.'

Ex-NATO-Chef fordert Rückkehr zur Wehrpflicht für Großbritannien

Der ehemalige NATO-Generalsekretär Lord Robertson hat Großbritannien aufgefordert, die allgemeine Wehrpflicht wieder einzuführen. Er warnte, das Land sehe sich wachsenden Bedrohungen durch Sabotage, Cyberangriffe und Desinformation ausgesetzt. Sein Appell erfolgt zu einer Zeit, in der andere europäische Staaten ihre Verteidigungssysteme angesichts steigender Spannungen ausbauen.

Großbritannien hatte zuletzt zwischen 1949 und 1960 eine Wehrpflicht. Seither setzt das Land auf eine rein professionelle Armee. Doch Lord Robertson argumentiert nun, dass ein neuer Ansatz nötig sei, um modernen Gefahren zu begegnen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Er verwies auf das schwedische Modell, das militärische, zivile und gemeinnützige Dienste umfasst. Auch Deutschland hat bereits reagiert und nach Russlands Invasion in der Ukraine den freiwilligen Wehrdienst wieder eingeführt. Andere Länder wie Finnland behalten weiterhin eine verpflichtende Wehrpflicht bei.

Robertson kritisierte, was er als "selbstzufriedene" Haltung in Verteidigungsfragen bezeichnete. Sicherheit sei nicht allein Aufgabe der Regierung, sondern erfordere einen "gesamtgesellschaftlichen Ansatz". Um die Bereitschaft zu stärken, schlug er eine "nationale Debatte" vor, wie sich Großbritannien auf künftige Risiken vorbereiten solle.

Der Vorschlag würde eine grundlegende Wende in der britischen Verteidigungspolitik bedeuten. Bei einer Umsetzung könnten junge Menschen in militärischen, zivilen oder gemeinnützigen Bereichen dienen. Damit würde sich Großbritannien anderen europäischen Ländern angleichen, die ihre eigenen Wehrpflichtprogramme bereits ausbauen.

Lesen Sie auch:

Quelle