Ex-BSW-Abgeordnete gründen neue Fraktion "Wir für Brandenburg" im Landtag
Finn WolfEx-BSW-Abgeordnete gründen neue Fraktion "Wir für Brandenburg" im Landtag
Drei ehemalige Abgeordnete der BSW im Brandenburger Landtag sind einen Schritt näher dran, eine eigene Fraktion zu gründen. Melanie Matzies, André von Ossowski und Reinhard Simon haben die Genehmigung beantragt, die neue Gruppe unter dem Namen „Wir für Brandenburg“ zu etablieren. Der Schritt folgt auf ihren Austritt aus dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) im November des vergangenen Jahres.
Das Trio verließ die BSW im November 2025 nach internen Konflikten und Bedenken wegen autoritärer Tendenzen innerhalb der Partei. Matzies und Simon kehrten Anfang 2026 kurzzeitig zur BSW zurück, verließen sie jedoch im Januar erneut, nachdem die SPD-BSW-Koalition gescheitert war.
Der Landtag hatte zuvor seine Fraktionsregeln geändert, um Abgeordneten die Gründung neuer Gruppen nach einem Bruch mit bestehenden Fraktionen zu ermöglichen. Die Zustimmung wird seitdem im Einzelfall erteilt. Der Hauptausschuss hat inzwischen empfohlen, dass das Plenum dem Antrag zustimmt.
Von Ossowski erklärte, die neue Gruppe werde zwar eine „kritische Distanz zur Regierung“ wahren, aber keine grundsätzliche Opposition betreiben. AfD und BSW kritisierten den Schritt scharf und warfen den Dreien vor, den Wählerwillen zu verfälschen.
Das Plenum muss nun noch über die Gründung von „Wir für Brandenburg“ abstimmen. Bei einer Zustimmung wird die Gruppe unabhängig von Partei- oder Koalitionsbindungen agieren. Die Entscheidung wird zeigen, ob die drei Abgeordneten ihre neue parlamentarische Präsenz offiziell etablieren können.






