Evelyn Palla übernimmt Aufsichtsratsvorsitz bei DB InfraGo – Kehrtwende in der Bahnpolitik

Admin User
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Ein Zug auf Schienen mit Menschen zu links und einem Dach oben im Bild.

Evelyn Palla übernimmt Aufsichtsratsvorsitz bei DB InfraGo – Kehrtwende in der Bahnpolitik

Evelyn Palla, die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, übernimmt nun den Vorsitz im Aufsichtsrat der DB InfraGo. Dieser Schritt festigt die Verbindungen zwischen dem Mutterkonzern und seiner Infrastrukturtochter. Die Entscheidung folgt auf jüngste Führungswechsel und politische Kurskorrekturen der Bundesregierung.

Die deutsche Ampelkoalition hatte ursprünglich eine klarere Trennung zwischen der Deutschen Bahn und der DB InfraGo angestrebt. Geplant waren eigenständige Führungsstrukturen, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Doch diese Pläne änderten sich, nachdem der vorgesehene Nachfolger für den Posten des DB-InfraGo-Chefs, Dirk Rompf, Ende September zurückzog.

Kritik an Rompfs geplanter Berufung führte zu seinem Rückzug, sodass der amtierende Geschäftsführer Philipp Nagl weiterhin die Verantwortung trägt. Mit Pallas neuem Amt als Aufsichtsratsvorsitzende bleibt die DB InfraGo eng mit der Deutschen Bahn verknüpft. Ihre Position verschafft ihr direkten Einfluss auf die Sparte, die das deutsche Schienennetz verwaltet.

Pallas Doppelfunktion stellt eine Abkehr von den ursprünglichen Regierungsplänen dar, die DB InfraGo unabhängiger aufzustellen. Der Führungswechsel sichert unter Nagl Kontinuität, während die Infrastrukturtochter nun einer strengeren Aufsicht untersteht. Der Schritt spiegelt die anhaltenden Anpassungen in der deutschen Bahnmanagementstrategie wider.