EU verhängt Krypto-Sanktionen gegen Belarus – doch Minsk setzt auf digitalen Rubel
Sebastian VoigtEU verhängt Krypto-Sanktionen gegen Belarus – doch Minsk setzt auf digitalen Rubel
Die Europäische Union hat neue Sanktionen gegen Belarus verhängt, die gezielt den Kryptowährungssektor des Landes treffen. Wie am 23. April 2026 bekannt gegeben wurde, blockieren die Maßnahmen alle Transaktionen, die mit belarussischen Kryptoorganisationen in Verbindung stehen. Gleichzeitig bereitet Belarus für Juli 2026 die Testphase eines eigenen digitalen Währungssystems vor.
Die jüngsten EU-Beschränkungen, die im Ratsbeschluss (GASP) 2026/512 festgehalten sind, verbieten Geschäfte mit allen in Belarus ansässigen Krypto-Dienstleistern. Betroffen sind auch dezentrale Plattformen, die den Handel oder die Übertragung von Krypto-Vermögenswerten ermöglichen. Ziel ist es, der belarussischen Regierung die Nutzung digitaler Währungen zur Umgehung der bestehenden EU-Sanktionen zu erschweren.
Belarus treibt unterdessen seine Pläne für eine eigene Digitalwährung voran. Ab dem 1. Juli 2026 startet das Land den Probebetrieb seiner Plattform für den digitalen Rubel. In der ersten Phase nehmen nur juristische Personen und ihre Geschäftspartner an den Tests teil. Nach Abschluss der Erprobung beabsichtigt Belarus, seine erste Krypto-Bank auf Basis des digitalen Rubel-Systems einzurichten.
Der digitale Rubel selbst ist jedoch noch nicht offiziell eingeführt worden. Die Testphase markiert einen entscheidenden Schritt vor der breiteren Umsetzung.
Die EU-Sanktionen erfassen nun sämtliche kryptobezogene Transaktionen mit Belarus und verschärfen damit die finanziellen Kontrollen. Als Reaktion darauf treibt Belarus die Erprobung des digitalen Rubels voran und bereitet den Weg für eine staatlich unterstützte Krypto-Bank. Die Maßnahmen spiegeln die anhaltenden Spannungen im Bereich der Finanzaufsicht und der Regulierung digitaler Währungen wider.






