29 April 2026, 18:38

EU-Parlament fordert Finanzsperre gegen Slowakei wegen Demokratie-Bedenken

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EU-Parlament fordert Finanzsperre gegen Slowakei wegen Demokratie-Bedenken

Das Europäische Parlament hat die EU aufgefordert, die Mittel für die Slowakei einzufrieren, da Bedenken hinsichtlich der demokratischen Standards bestehen. Mit 418 zu 207 Stimmen unterstützten die Abgeordneten eine Resolution, in der die Europäische Kommission aufgefordert wird, den Konditionalitätsmechanismus der Union zu aktivieren. Die Maßnahme richtet sich gegen die Regierung von Ministerpräsident Robert Fico, die seit ihrem Amtsantritt im vergangenen Jahr wiederholt mit Brüssel aneinandergeraten ist.

Ficos Regierung hat immer wieder EU-Politiken in den Bereichen Migration, gesellschaftliche Fragen und den Krieg in der Ukraine infrage gestellt. Sein souveränistischer Kurs stößt bei den etablierten politischen Gruppen im Parlament auf Kritik. Keiner der slowakischen Europaabgeordneten stimmte für die Resolution.

In der Resolution des Parlaments werden Sorgen über abgeschwächte Anti-Korruptionsmaßnahmen, institutionelle Reformen und eine mögliche zweckentfremdete Verwendung von EU-Geldern hervorgehoben. Ähnliche Mechanismen wurden in den letzten Jahren bereits gegen Ungarn und Polen angewandt. Rechtlich ist die Kommission jedoch nicht verpflichtet, der Empfehlung des Parlaments zu folgen.

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Die Abstimmung spiegelt die wachsenden Spannungen zwischen Brüssel und der aktuellen slowakischen Führung wider. Ficos Rückkehr an die Macht im Jahr 2023 markierte eine Wende hin zu einer Politik, die sich oft vom EU-Konsens entfernt. Der Aufruf zu finanziellen Sanktionen setzt die Kommission nun unter Zugzwang, zu handeln.

Die Resolution zeigt die zunehmende Unruhe unter den EU-Abgeordneten über die Entwicklung der Slowakei unter Fico. Sollte die Kommission tätig werden, könnten Gelder zurückbehalten werden, bis die Bedenken in den Bereichen Regierungsführung und Korruption ausgeräumt sind. Die Entscheidung liegt nun bei den EU-Beamten, die prüfen müssen, ob sie Sanktionen einleiten.

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