Eskalation im BMC-Stadtrat: Frauenreservierung entzweit Mumbai
Im Stadtrat der Brihanmumbai Municipal Corporation (BMC) brach nach dem Scheitern des Frauenreservierungsgesetzes im Parlament eine hitzige Debatte aus. Oppositionelle Stadträte warfen dem regierenden Mahayuti-Bündnis vor, das Gesetz für politische Zwecke auszunutzen. Der Streit eskalierte zu Protesten, bei denen Abgeordnete beider Seiten Symbole des Widerstands zur Schau stellten.
Der Konflikt entzündete sich, als der Fraktionsvorsitzende Ganesh Khankar die Oppositionsparteien für das Scheitern des Gesetzes verurteilte. Daraufhin warf die Opposition – darunter Ashraf Azmi von der Kongresspartei, Vijay Ubale von der AIMIM und Oppositionsführerin Kishori Pednekar – dem BJP-Shiv-Sena-Bündnis vor, das Gesetz als Vorwand zu nutzen, um Wahlkreise neu zu ziehen und die Zahl der Parlamentssitze zu erhöhen.
Die Mahayuti-Abgeordneten inszenierten einen sichtbaren Protest, indem sie schwarze Kleidung und Bänder trugen. BJP-Mitglieder erschienen in schwarzer Kleidung, während die Shinde-Sena-Vertreter schwarze Bänder trugen. Die Thackeray-Sena-Abgeordneten hingegen fielen durch safranfarbene Outfits auf. Selbst Bürgermeisterin Ritu Tawde schloss sich der Demonstration an und trug einen schwarzen Sari.
Die Auseinandersetzung blieb nicht auf das BMC-Gebäude beschränkt. Die Mahayuti-Stadträte kündigten an, sich am Dienstagabend einem Protestmarsch von Ministerpräsident Devendra Fadnavis anzuschließen, um gegen die Ablehnung des Gesetzes zu demonstrieren.
Das gescheiterte Frauenreservierungsgesetz hat die Spaltung in der kommunalen Verwaltung Mumbais vertieft. Proteste und gegenseitige Vorwürfe reichen mittlerweile über den BMC-Stadtrat hinaus, und weitere Demonstrationen sind geplant. Die politische Konfrontation zeigt keine Anzeichen einer Entspannung, da beide Seiten sich gegenseitig für das legislative Scheitern verantwortlich machen.






