Emma Thompson kämpft gegen McDonald's am Zürcher Limmatquai – Proteste gegen Fast-Food-Filiale
Julian HartmannEmma Thompson kämpft gegen McDonald's am Zürcher Limmatquai – Proteste gegen Fast-Food-Filiale
Pläne für ein neues McDonald's-Restaurant am Zürcher Limmatquai stoßen auf starken Widerstand von Anwohnern und Prominenten. Die Oscar-preisgekrönte Schauspielerin Emma Thompson hat sich den Protesten angeschlossen und das Vorhaben als "einen Akt der Selbstzerstörung" bezeichnet. Die Fast-Food-Kette betont zwar, dass alle Genehmigungen vorlägen, doch Kritiker befürchten, der Betrieb würde das historische Flair der Gegend beeinträchtigen.
Das geplante McDonald's soll an der Limmatquai 48 entstehen, einem Gebäude im Besitz der Swiss Life. Falls genehmigt, würde es mit verlängerten Öffnungszeiten betrieben – was Sorgen wegen Lärmbelästigung und Störungen weckt. Ein Anwohnerverband warnt, das Projekt könnte gegen gesetzliche Ruhezeiten verstoßen und das kulturelle Erbe der Stadt gefährden.
Eine Petition gegen die Pläne hat bereits rund 1.600 Unterschriften gesammelt; die Initiatoren streben 2.000 an. Thompson, die die Petition unterzeichnete, forderte die Verantwortlichen auf, "noch einmal von vorne zu beginnen". Simon Staub, Sprecher der Anwohnergruppe, erklärte, man sei bereit, notfalls bis vor höhere Gerichte zu ziehen.
McDonald's verteidigt das Projekt und versichert, es erfülle alle Vorschriften und sei an den Standort angepasst. Dennoch wächst in Zürich der Widerstand gegen Fast-Food-Ketten in historischen Vierteln. Ähnliche Konflikte, wie etwa am Bahnhof Stettbach, endeten bereits in juristischen Auseinandersetzungen. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim kantonalen Baurekursgericht Zürich.
Das Urteil wird darüber entscheiden, ob das McDonald's am Limmatquai eröffnet. Bei einer Genehmigung könnte dies einen Präzedenzfall für künftige Fast-Food-Projekte in geschützten Stadtzonen schaffen. Bis auf Weiteres ruht das Vorhaben, während die rechtlichen Verfahren laufen.






