01 May 2026, 14:08

Eklatante globale Ungleichheit: Spitzenverdiener ziehen davon – während Löhne stagnieren

Eine Liniendiagramm-Illustration der Löhne in den Vereinigten Staaten, begleitet von erklärendem Text.

Eklatante globale Ungleichheit: Spitzenverdiener ziehen davon – während Löhne stagnieren

Die globale Ungleichheit bleibt eklatant – neue Daten zeigen, dass sich die Kluft zwischen Spitzenverdienern und der übrigen Belegschaft weiter vergrößert. Zwar ist die Armut unter Erwerbstätigen in den letzten Jahren zurückgegangen, doch die Gehälter von Führungskräften sind dramatisch gestiegen. Ein aktueller Bericht beleuchtet sowohl Fortschritte als auch anhaltende Herausforderungen bei der Bekämpfung wirtschaftlicher Disparitäten weltweit.

Zwischen 2000 und 2019 sank die Erwerbsarmut im Jahresdurchschnitt um 7 Prozent. Seit 2020 hat sich dieser Rückgang jedoch auf 3 Prozent pro Jahr verlangsamt. Trotz dieser Fortschritte lag das inflationsbereinigte Durchschnittseinkommen der globalen Arbeitnehmerschaft 2025 bei nur 17.156 US-Dollar – ein bescheidener Anstieg von 0,5 Prozent gegenüber 2024, aber immer noch 12 Prozent niedriger als 2019.

Gleichzeitig sind die Vergütungen für Führungskräfte explodiert: Die 1.500 bestbezahlten Konzernlenker verdienten 2025 im Schnitt 8,4 Millionen US-Dollar – ein Plus von 11 Prozent gegenüber 2024 und ein atemberaubender Anstieg von 54 Prozent im Vergleich zu 2019.

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Oxfam fordert die Regierungen auf, entschlossener gegen die Ungleichheit vorzugehen. Die Organisation schlägt zeitlich befristete Pläne mit klaren Zielen und regelmäßigen Überprüfungen vor. Zudem plädiert sie für höhere Steuern auf Superreiche, strengere Lobbyregeln und schärfere Kontrollen bei der Finanzierung politischer Kampagnen durch Vermögende.

Die Lage könnte sich durch die anhaltende Krise am Golf weiter verschärfen. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) warnt, dass bis zu 32 Millionen zusätzliche Menschen in Armut abrutschen könnten.

Trotz Rückgängen bei der Erwerbsarmut wächst die Schere zwischen Top-Managern und einfachen Arbeitnehmern weiter. Oxfams Vorschläge zielen darauf ab, die strukturelle Ungleichheit durch politische Reformen zu verringern. Ohne Gegenmaßnahmen könnten wirtschaftliche Schocks wie die Golfkrise die jüngsten Erfolge bei der Armutsbekämpfung zunichtemachen.

Quelle