Georgien und USA: Neue Hoffnung auf diplomatische Annäherung im Mai 2024
Julian HartmannGeorgien und USA: Neue Hoffnung auf diplomatische Annäherung im Mai 2024
Die Beziehungen zwischen Georgien und den USA haben sich in den letzten Jahren zunehmend verschlechtert. Trotz der Spannungen fand zu Beginn des Jahres 2024 eine Reihe hochrangiger Besuche und Gespräche statt, die auf mögliche diplomatische Fortschritte hindeuten. Georgische Beamte erwarten nun weitere Gespräche im Mai.
Im Januar reiste eine Delegation von Mitarbeitern des US-Kongresses nach Georgien. Im März folgte ein Besuch von Peter Andreoli, kommissarischer stellvertretender Assistenzaußenminister im Büro für europäische und eurasische Angelegenheiten. Fast zeitgleich führte US-Außenminister Marco Rubio ein Telefongespräch mit dem georgischen Ministerpräsidenten Irakli Kobachidse.
Die regierende georgische Partei bezeichnete die jüngsten Kontakte als Zeichen einer Verbesserung der Beziehungen. Ministerpräsident Kobachidse erklärte, er erwarte bis Ende Mai „konkrete Ergebnisse in bestimmten Bereichen“. Der Bürgermeister von Tiflis, Kakha Kaladse, bestätigte, dass eine US-Delegation Anfang Mai erwartet werde, während Außenministerin Maka Botschorischwili zusätzliche Konsultationen für denselben Zeitraum ankündigte.
Die diplomatischen Bemühungen erfolgen vor dem Hintergrund von Sanktionen, die Washington gegen mehrere georgische Amtsträger verhängt hatte, darunter auch gegen den Milliardär Bidsina Iwanischwili. Diese Maßnahmen haben in jüngster Zeit zu einer deutlichen Verschlechterung der bilateralen Beziehungen beigetragen.
Die georgischen Behörden konzentrieren sich nun auf die anstehenden Mai-Gespräche in der Hoffnung auf Fortschritte in den US-georgischen Beziehungen. Die geplanten Besuche und laufenden Diskussionen werden zeigen, ob die jüngsten diplomatischen Aktivitäten zu greifbaren Ergebnissen führen. Beide Seiten haben bisher noch nicht dargelegt, was diese Ergebnisse konkret beinhalten könnten.






