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Neues Friedensmanifest - EKD reagiert auf Bedrohungssituation

Neues Friedensmanifest - EKD reagiert auf Bedrohungssituation - EKD debattiert neue Friedenspolitik und Machtfragen auf Dresdner Synode

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) wird auf ihrer Synode in Dresden eine überarbeitete Friedenspolitik beraten. Bischof Kirsten Fehrs, Vorsitzende des EKD-Rates, wird eine neue Friedensdenkschrift vorlegen, die die Notwendigkeit eines differenzierteren Ansatzes in der Sicherheits- und Friedensethik anerkennt. Die von Anna-Nicole Heinrich geleitete Versammlung steht unter dem Motto "Kirche und Macht" und setzt sich zudem mit dem Thema sexualisierte Gewalt auseinander.

Die EKD, die sich dem Leitbild eines "gerechten Friedens" verpflichtet fühlt, sieht sich angesichts veränderter globaler Realitäten zum Handeln aufgefordert. Die tiefgreifenden Verschiebungen im weltweiten Sicherheitsgefüge haben die Kirche dazu veranlasst, ihre Friedenspolitik zu überdenken. Bischof Fehrs, die die neue Friedensdenkschrift vorstellen wird, betont die Bedeutung eines differenzierteren Ansatzes – einschließlich des Konzepts der Abschreckung.

An der Dresdner Synode nehmen 128 Delegierte teil. Im Mittelpunkt der Beratungen steht das Thema "Kirche und Macht", doch auch die drängende Frage sexualisierter Gewalt wird behandelt – ein Zeichen für die breite gesellschaftliche Verantwortung und Einflussnahme der EKD.

Die Synode in Dresden markiert einen wichtigen Schritt in der Neuausrichtung der EKD-Friedenspolitik. Die von Bischof Fehrs vorgestellte Friedensdenkschrift steht für einen Wandel hin zu einer differenzierteren Herangehensweise an Sicherheits- und Friedensfragen. Mit dem Fokus auf "Kirche und Macht" sowie sexualisierte Gewalt unterstreicht die Versammlung das Engagement der EKD, sich den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen.