30 April 2026, 10:37

Einsturzgefahr in Partisansk: Staatsanwaltschaft prüft maroden Wohnblock und verzögerte Umsiedlungen

Teilweise abgerissener Bau mit gebrochenen Wänden und verstreutem Schutt, einschließlich Holz und Schutt.

Einsturzgefahr in Partisansk: Staatsanwaltschaft prüft maroden Wohnblock und verzögerte Umsiedlungen

Behörden in der Region Primorje untersuchen maroden Wohnblock in Partisansk nach Einstufung als einsturzgefährdet

Ein Wohngebäude in der Miroschnitschenko-Straße in Partisansk, das bereits 2023 zum Abriss vorgesehen war, steht nun im Mittelpunkt einer Prüfung durch die Staatsanwaltschaft. Im Fokus stehen Verzögerungen bei der Umsiedlung der Bewohner sowie die Einhaltung rechtlicher Vorgaben durch die lokalen Behörden. Die Staatsanwaltschaft der Region Primorje hat die Ermittlungen aufgenommen, um zu klären, ob die Verantwortlichen die notwendigen Verfahren korrekt eingehalten haben.

Der Anstoß für die Überprüfung durch die Staatsanwaltschaft Primorje waren Besorgnis über den desolaten Zustand des Gebäudes. Den Mietern war ursprünglich aufgegeben worden, die Wohnungen bis zum 31. Dezember 2028 zu räumen. Doch wie die Umsiedlung organisiert wird und ob die Betroffenen angemessen entschädigt werden, bleibt umstritten. Geprüft wird auch, ob die Wohnrechte der Bewohner vollständig wiederhergestellt werden.

Dies ist nicht der erste Fall, in dem die Staatsanwaltschaft in solchen Angelegenheiten eingreift. Bereits zuvor hatte ein Beitrag in sozialen Medien auf die prekäre Situation einer Großfamilie in Ussurijsk aufmerksam gemacht, die in einem verfallenen Haus mit eingestürztem Dach lebte. Trotz offensichtlicher Gefahren hatten die Stadtbehörden nicht zeitnah gehandelt – erst nach öffentlichem Druck leitete die Staatsanwaltschaft rechtliche Schritte ein.

Im April 2026 hatte ein Gericht einer Klage der Stadtstaatsanwaltschaft stattgegeben und den kommunalen Betrieb Suchawski Wodokanal verpflichtet, die Hauptentwässerungsleitung zu erneuern und undichte Abwasserkanäle zu reparieren. Die Staatsanwaltschaft überwacht weiterhin, ob die Vorgaben umgesetzt werden und die notwendigen Sanierungen sowie Umsiedlungen wie vorgesehen erfolgen.

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Die aktuelle Prüfung soll klären, ob die Stadtverwaltung bei der Festlegung von Fristen und der Organisation der Umsiedlung rechtmäßig gehandelt hat. Während die Bewohner auf ihre neue Unterkunft warten, arbeiten die Behörden daran, die akute Gefährdung des Gebäudes zu beheben. Die Ergebnisse der Untersuchung werden zeigen, ob weitere juristische Maßnahmen erforderlich sind, um diejenigen zu schützen, die noch immer in unsicheren Wohnverhältnissen leben.

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